Schiri attackiert

Hertha-Rabauke Kobiaschwili bis Ende 2012 gesperrt

Sport
04.06.2012 14:46
Lewan Kobiaschwili vom deutschen Bundesliga-Absteiger Hertha BSC ist wegen seiner Tätlichkeit gegen Schiedsrichter Wolfgang Stark nach dem Relegationsspiel bei Fortuna Düsseldorf bis zum Ende des Jahres gesperrt worden. Seine Teamkollegen Thomas Kraft und Andre Mijatovic wurden am Montag vom DFB-Sportgericht wegen Beleidigung des Schiedsrichters mit Sperren für vier beziehungsweise drei Pflichtspiele belegt.

Kobiaschwili hatte Stark nach dem Skandalspiel in Düsseldorf auf dem Treppenabgang des Spielertunnels von hinten mit einem Faustschlag am Hinterkopf getroffen. Der Unparteiische hatte nur mit Mühe einen Sturz vermieden und ein Hämatom im Nackenbereich erlitten. Weil Kobiaschwili ein Geständnis ablegte, blieb das Sportgericht deutlich unter dem vom DFB-Kontrollausschuss geforderten Strafmaß einer einjährigen Sperre.

Noch nicht abgeschlossen ist das Verfahren gegen Hertha-Verteidiger Christian Lell, für den der Kontrollausschuss wegen einer Tätlichkeit und Schiedsrichterbeleidigung eine Sperre von sechs Spielen gefordert hat. Das Urteil soll noch in dieser Woche verkündet werden.

Kobiaschwili akzeptiert Rekordsperre
Hertha hat die Strafen akzeptiert. "Damit können uns auf die neue Saison konzentrieren", sagte Manager Michael Preetz. Auch Kobiaschwili wird nicht gegen das Urteil berufen. "Ich werde dieses Urteil akzeptieren, damit ich weiter Fußball spielen kann", sagte Kobiaschwili nach der Rekordsperre. Bisheriger "Rekordhalter" war Timo Konietzka, der im Trikot von 1860 München in der Saison 1966/67 wegen einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter für sechs Monate gesperrt worden war.

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