Fragwürdiger Prozess

Sexueller Missbrauch muss geheim bleiben

Burgenland
30.01.2024 15:26

Tochter klagt 74-Jährigen an, die Öffentlichkeit geht das gar nichts an. Staatsanwältin schickt die Zuhörer vor die Tür. Ein peinliches Procedere. 

Man kann es nicht verstehen und muss es nicht. Bei eingehender Betrachtung wird die Sachlage sogar peinlich: Staatsanwältin Patrizia Lendzian verlangte, die Öffentlichkeit noch vor Verlesung ihrer Anklageschrift des Saales zu verweisen. Was geht diese Dame der Opferschutz an, die den Senior eigentlich wegen sexuellen Missbrauchs Unmündiger verurteilt sehen will? Nix. Sogar Richterin Doris Halper-Praunias und der beisitzende Gerichts-Präsident Karl Mitterhöfer schienen verwundert ob dieser Forderung.

Raus!
Also raus mit uns, die wir stets darauf bedacht sind, Privatsphären zu akzeptieren und etwaige Fotografien bis zur Unkenntlichkeit zu pixeln.

Hinter verschlossener Tür wurde Gericht gehalten über einen 74-jährigen Südburgenländer, der im engsten Familienkreis zwischen 2008 und 2017 drei Mädchen und Frauen missbraucht haben soll.

Hat er das?

Von den Opferanwältinnen war ebenso wenig zu erfahren wie von der Vorsitzenden des Schöffengerichts. Es muss schließlich Stillschweigen herrschen, wenn im Geheimen gemauschelt wird.

Was auch immer dem greisen, Zopf tragenden Unschuldsvermutler zur Last gelegt wurde – Iustitia vertagte.

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