„Krone“ hat das Foto

Burka-Lehrerin wehrt sich: „Bin keine Lügnerin“

Wien
25.01.2024 13:57

Für heftige Kontroversen sorgte die „Krone“-Story über das Burka-Geschenk an einer Lehrerin in der Volksschule Felbigergasse in Wien-Penzing. Als diese sich an die Öffentlichkeit wandte, wird sie „zum Dank“ diffamiert. Die Lehrerin wehrt sich: „Ich bin keine Lügnerin!“

Zur Erinnerung: Bei einem Elternsprechtag wurde einer Lehrerin von einer Mutter eine Burka überreicht. Die Frau nahm das Geschenk an und schwieg zu dem Vorfall. Doch es blieb nicht dabei. An einem anderen Tag wurde in einem Sitzkreis von einem älteren Schüler aus dem Koran vorgelesen. Nur einige Episoden in einer ganzen Reihe von Vorfällen. Die Pädagogin schritt ein und wandte sich schlussendlich an die Öffentlichkeit. Sie sprach mit der „Krone“, wollte aber anonym bleiben. Zu ihrem eigenen Schutz.

Die Burka, die es anscheinend nicht geben darf!
Die Burka, die es anscheinend nicht geben darf!(Bild: privat)

„Hängt bei mir zu Hause im Schrank“
Doch statt diese jüngste Warnung ernst zu nehmen und zu hinterfragen, wie man die Pädagogen und die Kinder vor Eiferern schützen könnte, rückte eine Phalanx der Diffamierer aus. Die Bildungsdirektion ist fest davon überzeugt, dass es diese Burka nicht gibt. Auch der Sitzkreis hätte nicht stattgefunden. „Es entspricht nichts der Wahrheit“, so die Bildungsdirektion.

Zitat Icon

Ich bin keine Lügnerin. Die Burka hängt bei mir zu Hause im Kasten. Warum sollte ich mir so etwas ausdenken und mir auch noch so eine frauenverachtende Kleidung kaufen? 

Die „beschenkte“ Lehrerin

Woher sie das weiß? Das habe die Direktorin so gesagt. Und auch der Elternverein will wissen, dass es die Vorfälle nicht gegeben habe, spricht von einem „Fantasieaufsatz“. Doch die Pädagogin wehrt sich: „Ich bin keine Lügnerin. Die Burka hängt bei mir zu Hause im Schrank.“

Auch andere Pädagogen sehen Probleme
Die mutige Frau steht aber nicht alleine da. In zahlreichen Artikeln hat die „Krone“ in den vergangenen Wochen nach Gesprächen mit Lehrern über die Zustände an Wiens Schulen geschrieben. Es gab Berichte über geübte Hinrichtungen in Klassen, dass Schweine und Regenbögen Feindbilder seien, und dass junge Sittenwächter an Wiens Schulen ihr Unwesen treiben.

Selbst der Verfassungsschutz und die Polizei berichteten von einem Mehr bei Anzeigen, von Islam-Influencern und einem Anstieg von antisemitischen Fällen unter Schülern. Die „Krone“ hat sich nach dem Burka-Bericht erneut unter Lehrern umgehört. Tenor: „Solche Berichte überraschen nicht. Unglaubwürdig ist eigentlich nur, dass man in der Bildungsdirektion von solchen Vorfällen anscheinend nichts wissen will!“

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Kronen Zeitung
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