Versöhnliche Töne
Iran und Pakistan wollen sich wieder annähern
Nach gegenseitigen militärischen Angriffen wollen der Iran und Pakistan jetzt wieder ihre diplomatischen Beziehungen aufnehmen. Die Botschafter sollen bis Freitag zurückkehren. Zudem soll der iranische Außenminister Hussein Amirabdollahian Pakistan am 29. Jänner besuchen, hieß es in einer Mitteilung.
Bereits am Freitag hatten beide Seiten versöhnliche Töne angeschlagen und ihre Bereitschaft erklärt, besser zusammenarbeiten zu wollen. Die Regierung Pakistans hatte nach einem iranischen Raketenangriff auf Extremisten in ihrem Staatsgebiet seinen Botschafter aus Teheran abgezogen. Auch Irans Botschafter dürfe bis auf Weiteres nicht nach Pakistan zurückkehren, hieß es vergangene Woche noch.
Miliz soll Verbindungen zu Israel haben
Wie berichtet, hatte die iranische Seite am vergangenen Dienstag eine Miliz auf pakistanischem Territorium angegriffen, die auch Verbindungen zu Israel haben soll. Als Reaktion darauf hatte Pakistans Militär am Donnerstag Stellungen belutschischer Separatisten im Iran beschossen. Bei den Angriffen kamen jeweils mehrere Menschen ums Leben (siehe Video oben).
Die Grenzgebiete sind auf beiden Seiten von ethnischen Unruhen geprägt, aber auch reich an Bodenschätzen. Das Verhältnis zwischen den beiden Ländern gilt seit Jahren als schwierig, mitunter aufgrund religiöser Unterschiede. Der Iran versteht sich als Schutzmacht der schiitischen Glaubensrichtung des Islam, Pakistan ist überwiegend sunnitisch.







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