Eine Stellenanzeige des Bundesligisten Austria Lustenau beim Arbeitsmarktservice sorgte für Aufsehen. Allerdings habe alles einen triftigen Grund, erklären die Grün-Weißen.
Sucht der Tabellenletzte Austria Lustenau nun sogar beim Arbeitsmarktservice (AMS) nach Verstärkungen? Auf der Jobbörse war am Mittwoch jedenfalls eine offene Stelle für einen Profifußballer ausgeschrieben. Als Qualifikation wurde Innenverteidiger angegeben, das Berufsbild jedoch als Außenstürmer beschrieben. Interessant auch die Gehaltsangabe.
Demnach ist der Job mit 3.030 Euro brutto (für eine 40- Stunden-Woche) dotiert. Das entspricht einem monatlichen Nettolohn von 2.166,70 Euro. Kaum vorstellbar, dass in der höchsten österreichischen Liga um dieses Geld gekickt wird. Für den Verein ist die Ausschreibung via AMS aber ein ganz normaler Vorgang, da es um die Bewilligung einer Rot-weiß-Rot-Karte für den Brasilianer Matheus Lins geht, den Lustenau verpflichten will.
„Dafür muss die Stelle zwingend beim AMS ausgeschrieben werden“, spricht Geschäftsführer Vincent Baur von einem Standardprozedere, das auch in anderen Sportarten so gehandhabt werde. „Üblicherweise sind die Stellenausschreibungen weniger lange online zu sehen, das liegt im Ermessen der jeweiligen AMS-Dienststellen“, ergänzt Baur. Am Donnerstagnachmittag war die Stellenanzeige schon wieder gelöscht.
Ein Wunschspieler
Der 22-jährige Innenverteidiger Matheus Lins ist ein Wunschspieler von Lustenau-Trainer Andreas Herauf. Der Brasilianer absolvierte im Herbst neun Spiele für SW Bregenz unter Heraf, musste aber wegen einer fehlenden Arbeitserlaubnis wieder ausreisen. Lins war - wie auch die Brasilianer Gabryel und Ricardo - offiziell als Amateurspieler gemeldet. Gegen Bregenz läuft deshalb auch ein Verfahren der Bundesliga.
In Lustenau geht man deshalb auf Nummer sicher, um rechtlich alles abzuklären. Lins trainiert bereits seit über eine Woche beim Tabellenletzten mit. Er wäre nach Leo Mikic und Luca Meisl die dritte Neuverpflichtung. Ein Mittelfeldspieler und ein Stürmer sollen noch folgen.
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