Das AMS bilanziert steigende Arbeitslosenzahlen für das Jahr 2023. Insbesondere die getrübte wirtschaftliche Lage in Industrie und Bau drängte die Steirer vergangenes Jahr in die Arbeitslosigkeit.
Um 5,4 Prozent stieg die Arbeitslosigkeit in der Steiermark im vergangenen Jahr, das resümiert nun das AMS. „Nach der historisch niedrigen Arbeitslosigkeit im Jahr 2022 mussten wir mit einem neuerlichen Anstieg rechnen, dieser fiel aber angesichts der Rezession weniger kräftig aus als zu erwarten war“, sagt AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe.
Männer und junge Arbeitnehmer im Nachteil
Getroffen hat es vor allem männliche Angestellte - die Arbeitslosigkeit bei Frauen stieg 2023 um vier Prozentpunkte weniger an als die bei Männern. Und es traf die Jungen. Während die Situation bei Über-50-Jährigen weitgehend gleich blieb, kam es bei den Unter-25-Jährigen zu einer auffallend starken Zunahme der Arbeitslosenzahlen.
Hinzu kam, dass vor allem in der zweiten Jahreshälfte immer weniger freie Stellen am Markt waren. Industrie und Bau zählten zu den Verliererbranchen der ungünstigen wirtschaftlichen Situation 2023.
„Die herausfordernde Lage insbesondere in diesen beiden Branchen wird uns die nächsten Monate sicherlich weiter begleiten, weshalb wir mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit rechnen“, sagt Snobe. Mit knapp 32.000 Arbeitslosen zählt das Industriebundesland im Österreich-Vergleich aktuell zu den negativen Spitzenreitern. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen nahm jedoch erfreulicherweise ab.
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