Austria Lustenau-Sportvorstand Stefan Muxel drückt bei der Trainersuche auf die Tube, vier Wochen sind seit der Beurlaubung von Ex-Coach Markus Mader bereits verstrichen. Geht es nach Muxels Plänen, sollen außerdem vier neue Spieler kommen, um den drohenden Abstieg doch noch abzuwenden.
Der gestrige 2:1-Sieg der WSG Tirol bei BW Linz hat die Situation bei der Austria zusätzlich verschärft. Der Rückstand auf die Silberberger-Elf beträgt bereits acht Punkte. Besonders brisant: in der ersten Frühjahrsrunde steht am Tivoli gleich das direkte Duell an. Geht auch das verloren, kann trotz Punkteteilung fast schon für die zweite Liga geplant werden. Wenn am 10. Februar der Anpfiff erfolgt, muss die Mannschaft auf den Punkt hin voll präsent sein. Dem neuen Trainer bleibt also keine Eingewöhnungszeit.
„Jetzt muss es wirklich schnell gehen“, drückt auch Sportvorstand Stefan Muxel auf das Tempo, was die Trainerbestellung betrifft. Wenn möglich, soll der neue Mann bereits diese Woche präsentiert werden. Umso unverständlicher scheint es, warum man nach der Beurlaubung von Markus Mader nicht früher reagiert hat und bereits vier Wochen verstreichen ließ.
Gehen Spieler freiwillig?
Für die sportliche Leitung geht es darum, gemeinsam mit dem neuen Coach ein Team zu finden, dass sich der Herkulesaufgabe stellt. Dafür wird es auch neue Spieler brauchen. „Geplant sind, dass zwei bis drei neue kommen, meiner Meinung nach braucht es aber vier“, betont Muxel. Die größte Baustelle liegt im Mittelfeld, aber auch im Sturm fehlt es an Durchschlagskraft. Zumal Nikolai Baden-Frederiksen völlig ausgelassen hat und als klassischer Mittelstürmer bei null Toren hält. „Mit ihm sind wir sicher nicht zufrieden“, bekräftigt der Sportvorstand.
Gegen den LASK saß der Däne, der von Vitesse Arnheim ausgeliehen wurde, nur noch auf der Tribüne. Der mit 1,5 Millionen Euro Marktwert teuerste Spieler von Lustenau versagte auf allen Linien. „Vielleicht gibt es Spieler, die den Abstiegskampf nicht wollen und bereit sind, von sich aus zu gehen“, kann sich Muxel auch Vertragsauflösungen im Winter vorstellen, ohne dabei einzelne Spieler beim Namen zu nennen. Auch die zweite Starverpflichtung Jonathan Schmid erwies sich alles andere als eine Verstärkung. „Jonathan ist ein Supertyp, der in der Mannschaft sehr akzeptiert wird“, bricht Muxel eine Lanze für den 33-Jährigen. Offensichtlich ist aber seine fehlende Fitness.
Spätestens dann, wenn der neue Trainer da ist, muss auf dem Spielersektor Nägel mit Köpfen gemacht werden. Laut Muxel ist man bereits an einigen dran. „Es gibt Gespräche. Klar ist, dass sie Qualität haben müssen, alles andere macht keinen Sinn.
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