Das Weltraumteleskop „Hubble“, das bereits seit 1990 im All arbeitet, ist seit knapp zwei Wochen außer Betrieb. Das Observatorium habe sich wegen eines technischen Problems automatisch in einen „Sicherheitsmodus“ versetzt, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA auf ihrer Website mit.
Grund ist der Ausfall eines sogenannten Gyroskops, das das Teleskop im Weltraum ausrichtet und stabilisiert. Die NASA versicherte jedoch, dass das Observatorium in „guter Verfassung“ ist und man daran arbeite, das Problem zu beheben und „Hubble“ wieder in Betrieb zu nehmen.
Das „Hubble“-Teleskop verfügt eigentlich über sechs Gyroskope zur Lageregelung im All, von denen zuletzt noch drei in Betrieb waren und aktuell nur noch zwei funktionieren. Laut NASA könnte „Hubble“ aber theoretisch so umkonfiguriert werden, auch mit nur einem Gyroskop betrieben werden.
Am 19. November erstmals im Sicherheitsmodus
Laut Angaben der NASA ging „Hubble“ am 19. November zum ersten Mal in den Sicherheitsmodus. Zwei Tage später führte das fehlerhafte Gyroskop dazu, dass das Teleskop den wissenschaftlichen Betrieb erneut unterbrechen musste. Nach einer zwischenzeitlichen erfolgreichen Wiederherstellung ging „Hubble“ am 23. November dann wieder in den „Sicherheitsmodus“ über.
„Hubble“ wurde gemeinsam von der NASA und der Europäischen Weltraumagentur ESA entwickelt. Seit seinem Start im April 1990 hat das Teleskop mit atemberaubenden Bildern aus dem All die Astronomie revolutioniert.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.