Die Spendenfreudigkeit der Österreicher hat wieder ein neues Rekordniveau erreicht - sogar um 200 Milliarden Euro mehr als erwartet. Die Steirer und Kärntner zeigten sich im Bundesländervergleich am großzügigsten.
Bemerkenswerterweise stellten die Österreicher laut dem aktuellen Spendenbericht 2023 auch im Vorjahr einen neuen Spendenrekord auf. Im vergangenen Jahr wurden hierzulande rund 1,1 Milliarden Euro für gemeinnützige Zwecke gespendet - das ergibt ein Plus von 26 Prozent. Kinderschutz und Tierschutz bleiben weiterhin, neben der Ukraine-Hilfe, die beliebtesten Themen beim Spenden.
920 Millionen Euro aus Privathaushalten
Davon wurden satte 920 Millionen Euro von Privathaushalten gespendet. Außerdem gewinnt die Spendenform durch Erbschaft immer mehr an Beliebtheit. Laut Bericht stammt bereits jeder neunte Spendeneuro aus einem gemeinnützigen Testament.
Ukraine-Nothilfe war ausschlaggebend
„150 bis 200 Millionen Euro wurden allein für die Ukraine-Hilfe gegeben - der entscheidende Faktor für den größten hiesigen Spendenzuwachs aller Zeiten“, betont Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria, in einer Aussendung.
Mittelschicht spendet am meisten
Hauptschlagader der Spenden stammen aus der Mittelschicht. Rund 96 Prozent aller gespendeten Beiträge waren unter 600 Euro. Am spendabelsten zeigten sich im Bundesländervergleich die Steirer und Kärntner (148 Euro pro Kopf).
Kleinere Vereine konnten nicht davon profitieren
Gleichzeitig konnten kleinere gemeinnützige Vereine nicht von der Rekordsumme profitieren. „Viele kleinere Vereine haben die Teuerung deutlich zu spüren bekommen und verzeichneten bereits einen leichten Rückgang“, warnt Lutschinger.
In der Prognose für das Folgejahr geht der Fundraising Verband Austria dennoch von einem Rückgang von neun Prozent aus.
Gemeinnützigkeitspaket ab 2024
Zusätzlichen Schwung erwartet man sich durch das per 1. Jänner 2024 in Kraft tretende Gemeinnützigkeitspaket, das erstmals die Spendenabsetzbarkeit für alle gemeinnützigen Zwecke bringt.
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