Ein gefährlicher Häftling der Justizanstalt Graz-Jakomini verletzte mehrere Beamte schwer und zerlegte seinen Haftraum. Nächste Woche muss sich der Kampfsportler sich deshalb vor dem Strafrichter verantworten.
Schwere Sachbeschädigungen, Körperverletzungen, Widerstände gegen die Staatsgewalt – alles andere als zimperlich ist ein Tschetschene (31), der bis vor Kurzem in der Justizanstalt Graz-Jakomini saß. Weil es zu etlichen bedrohlichen Vorfällen mit dem ehemaligen Cage-Fighter (eine Vollkontakt-Kampfsportart in einem Käfig) gekommen ist, wurde er in eine andere Anstalt verlegt.
„Ich rotte euch alle aus“
Nächsten Freitag führt ihn der Weg aber wieder nach Graz zurück - vor den Strafrichter! Die Geschichte ist „Krone“-Lesern bekannt, zugetragen hat sich alles vor rund einem Jahr in der Justizanstalt Jakomini. Mehrmals musste der Mann verlegt werden, da er randalierte. Unter anderem rammte er die Haftraumtür mit seinem Bettgestell und verletzte einen Wachebeamten. Plötzlich zückte er auch noch eine unter seiner Haut versteckte, geviertelte Rasierklinge und schnitt sich damit den Arm auf.
Er musste sofort unter großem Aufwand in die Notaufnahme der Nervenklinik gebracht werden. Anstatt sich behandeln zu lassen, rastete der Mann aber völlig aus, bedrohte Beamte, Ärzte und Personal, kündigte an, sie und ihre Familien zu töten und alle auszurotten.
Einweisung beantragt
Einem Justizwachebeamten biss er in den Finger, ein anderer erlitt eine Rissquetschwunde, Prellungen am Kopf, Zerrungen und Verletzungen am Knie und sogar eine posttraumatische Belastungsstörung. Ein weiterer wurde am linken Handgelenk verletzt. Weil er als besonders gefährlich eingestuft wurde, beantragte die Staatsanwaltschaft die Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum.
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