Die Formel 1 leidet nach Las Vegas unter akutem Schlafmangel. Am Sonntag geht’s schon in Abu Dhabi weiter, mit 12 Stunden Zeitunterschied …
Fad war das Comeback der Formel 1 in der „Stadt der Sünde“ wirklich nicht. Im Gegenteil. Trotzdem nehmen viele ein fades Aug’ mit. „Jeder von uns verlässt Las Vegas ein bisschen im Eimer“, bringt es Red-Bull-Teamchef Christian Horner auf den Punkt. Denn die Sessions bis tief in die Nacht hinein haben Spuren hinterlassen - und nach dem Rennen ging’s für viele gleich weiter Richtung Abu Dhabi. Wo schon am Sonntag das Finale steigt - mit 12 Stunden Zeitunterschied gegenüber Las Vegas.
Das zweite Training hatte nach dem Kanaldeckel-Skandal bis fünf Uhr morgens Ortszeit gedauert, das Qualifying bis kurz nach ein Uhr, Max Verstappen stand erst kurz vor Mitternacht als Sieger fest. So sagte McLaren-Pilot Oscar Piastri, dass er während des Trainings fast in der Box eingeschlafen wäre, ehe es mit 350 km/h über den Strip ging.
„Der Zeitplan war hier für alle die größte Herausforderung“, meinte Mercedes-Pilot und Fahrervertreter George Russell nach dem Vegas-GP, „was den Jetlag anbelangt, war es das härteste Rennen der Saison - und jetzt kommt noch Abu Dhabi. Es sind 4000 Leute, die jetzt noch diese Reise machen müssen.“
„Das kapiere ich nicht“
Auch sein Teamchef Toto Wolff hatte müde Augen: „Ich glaube, wir sind alle schon irgendwo Mond-mäßig unterwegs“, gestand der Wiener. Der gestern nach Hause flog, um nach einem Tag daheim mit seiner Frau Susie und Sohn Jack weiter zum Finale zu düsen. Wo schon Donnerstag der Medientag mit Interview-Marathons wartet.
Kritik am Kalender
„Ehrlich, das kapiere ich nicht“, schüttelt auch Weltmeister Verstappen über den F1-Kalender den Kopf, „das ist sehr ermüdend, vor allem am Ende einer Saison.“ Doch 2024 wird’s noch wilder: Da steht am Ende sogar ein „Triple-Header“ an - Vegas, Katar und Abu Dhabi steigen an drei aufeinander folgenden Wochenenden. Gute Nacht, Formel 1!
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