Mehr als 170.000 Vorarlberger sind ehrenamtlich tätig. Das entspricht 35.000 Vollzeitarbeitsplätzen - und ist eigentlich unbezahlbar.
Während sich der eine Arbeitgeber großzügig zeigt, bestehen andere darauf, dass sich die Florianijünger für ihre Einsätze bei der Feuerwehr Urlaub nehmen. Rechnet man dann noch die Stunden zusammen, die für Übungen oder Rettungsaktionen in der Nacht anfallen, ist dies des Guten doch ein wenig zu viel, meint SPÖ-Klubchefin Manuela Auer. Sie wünscht sich deshalb fünf zusätzliche Urlaubstage für alle ehrenamtlich Tätigen.
Mehr als 170.000 Ehrenamtliche
Seit September 2019 haben Rettungskräfte zwar einen Rechtsanspruch auf Entgeltfortzahlung, wenn sie während ihrer Arbeitszeit bei Katastrophen im Einsatz sind, allerdings muss es sich dabei um ein sogenanntes „Großschadensereignis“ handeln. Der Einsatz muss acht Stunden dauern und mindestens 100 Helfer erfordern. Ein Szenario also, das glücklicherweise nicht allzu oft eintrifft.
Gerade für den Zusammenhalt der Gesellschaft ist das Wirken dieser Menschen enorm wichtig.
Eva Hammerer
Die mehr als 170.000 Ehrenamtlichen sind jedoch nicht nur im Rettungswesen tätig. Unzählige Sportvereine, Musikgruppen oder Glaubensgemeinschaften lebenvon freiwilliger Arbeit. „Gerade für den Zusammenhalt der Gesellschaft ist das Wirken dieser Menschen enorm wichtig“, betont Grünen-Klubchefin Eva Hammerer. Ihre Partei könnte sich deshalb zumindest eine kleine Anerkennung in Form einer Freiwilligenkarte vorstellen, wie es diese bereits in anderen Ländern gibt. Ehrenamtliche können dort billiger einkaufen oder bekommen Vergünstigungen beim Erwerb von Eintrittskarten.
Ein Vorschlag, der auch beim Landeshauptmann nicht auf taube Ohren stößt, denn der Wert der Arbeit ist ihm durchaus bewusst. „Dieser entspricht 25.000 Vollzeitarbeitsstellen und ist eigentlich unbezahlbar“, urteilt Markus Wallner.
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