Innsbrucks Eishockey-Cracks zeigten am Dienstag in der Champions Hockey League eine bärenstarke Leistung, holten im ersten Achtelfinal-Spiel gegen Lukko Rauma nach einem 0:2-Rückstand vor 2000 Fans ein 2:2. Damit lebt für die Haie nächsten Mittwoch in Finnland die Chance auf den Aufstieg.
Das Achtelfinal-Heimspiel gegen Lukka Rauma wurde als Höhepunkt der Vereinsgeschichte ausgerufen. Dem Ruf folgte am Dienstag auch CHL-Boss Martin Baumann, der dem jüngsten Mitglied in der Königsklasse des europäischen Eishockeys einen hohen Besuch in der TIWAG-Arena abstattete.
Es freut mich hier in Innsbruck zu sein. Die Arena gefällt mir sehr gut. Ich drücke auch gerne den kleinen Vereinen die Daumen.
CHL-Boss Martin Baumann
Die Haie waren bis in die Haarspitzen motiviert, lechzten nach einer Sensation, einer guten Ausgangssituation für das Rückspiel nächsten Mittwoch in Finnland. Das gelang ihnen mit dem 2:2 auch.
Finnen zunächst effizienter
Innsbrucks Cracks kamen gut ausgeruht aus der Länderspielpause, begannen bissig, zeigten den nötigen, aber nicht zu viel Respekt vor den hochfavorisierten Finnen. Diese präsentierten sich im ersten Drittel nicht so souverän wie erwartet, waren fehleranfällig, gaben einiges her. Den Unterschied machte die Effizienz.
Bei den Tirolern vergaben Daniel Jakubitzka (2.), Luis Ludin (6., 14.), Adam Rockwood (11.) und Gordie Green (15.). Für die Gäste traf Burke aus der Drehung zum 0:1 (12.), beim 0:2 (18.) durch Repo war Kele Steffler davor unglücklich zu Fall gekommen.
Shaw ließ Fans jubeln
Verloren war da noch nichts. Im zweiten Abschnitt scheiterte Brady Shaw (28.) nach schönem Zuspiel von Corey Mackin. Die Riesenmöglichkeit zu verkürzen, hatten die die Haie bei einer 5:3-Überzahl über 80 Sekunden, agierten aber harmlos. Im Gegenteil: Sie hätten sich fast ein Tor eingefangen, Goalie Evan Buitenhuis rettete gegen Repo (33.). 15 Sekunden vor der zweiten Sirene war’s dann aber so weit, verwertete Shaw zum 1:2. Das ließ ein spannendes Schlussdrittel erwarten.
Traumkombination zum Ausgleich
Buitenhuis hielt sein Team zunächst mit einer Glanztat im Spiel. Die Tiroler versuchten danach Druck aufzubauen. Senna Peeters, der in der ICE zum Young Star des Monats gewählt worden war, hatte die große Chance auf den Ausgleich (51.). Der fiel in der 55. Minute. Nach einer wunderschönen Kombination über Green und Mackin schloss Shaw mit seinem zweiten Treffer ab. Die Fans waren aus dem Häuschen, die Finnen perplex. Mit so viel Gegenwehr hatten sie wohl nicht gerechnet. Bei dem Modus mit Hin-und Rückspiel gab es keine Verlängerung, endete das Match 2:2.
CHL-Achtelfinale: Innsbruck - Lukka Rauma 2:2 (0:2, 1:0, 1:0). Tore: Shaw (40., 55.); Burke (12.), Repo (18.).
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