Mo, 20. August 2018

Geldnot als Motiv

20.03.2012 15:26

Bankräuber im Ländle zu 13 Jahren Haft verurteilt

Wegen schweren Raubes sowie illegalen Waffenbesitzes ist ein 53-jähriger Niederösterreicher am Dienstag in Vorarlberg zu einer unbedingten Haftstrafe von 13 Jahren verurteilt worden. Der Mann hatte Anfang Februar 2012 in Bregenz eine Bankfiliale überfallen und war mit 138.000 Euro entkommen. Wenige Tage später wurde er nach einer internationalen Fahndung in Bregenz festgenommen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte soll am Abend des 1. Februar 2012 mit einer Sturmmaske vermummt die Bank betreten, zwei Angestellte mit einer großkalibrigen Waffe bedroht und Geld verlangt haben. Im Anschluss flüchtete er mit seiner Beute.

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf den zehnfach vorbestraften Mann aus Niederösterreich, der als gewaltbereit beschrieben wurde und keinen festen Wohnsitz haben soll. Zunächst wurde der Mann im Ausland vermutet, nach mehreren Hinweisen wurde der Gesuchte aber zehn Tage später in der Wohnung eines Bekannten in Bregenz festgenommen.

Täter zeigte sich geständig
Der 53-Jährige holte im Prozess nicht lange aus, er entschuldigte auch nichts. Als Motiv gab er an, dass er kein Geld gehabt und keinen anderen Ausweg gesehen habe. Der Mann, der in seinem Leben bereits zu 30 Jahren Haft verurteilt worden war und mehr als die Hälfte davon auch verbüßt hatte, schien das Prozessergebnis gelassen zu nehmen. Mildernd wogen das Geständnis und der Umstand, dass die Beute - bis auf 1.940 Euro - sichergestellt wurde. Den fehlenden Betrag muss der 53-Jährige zurückzahlen.

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