Sa, 23. Juni 2018

Erste Liga

16.03.2012 22:21

Rückschlag für den LASK ++ Glücklicher Sieg von Altach

Herber Rückschlag für den LASK im Titelrennen der Ersten Liga. Am Freitag gingen die Linzer im Heimspiel über Schlusslicht Hartberg durch Leonhard Kaufmann (19.) zwar früh in Führung, kassierten aber im Finish durch Andreas Dober noch den Ausgleich (76.) und mussten sich mit einem 1:1 zufrieden geben. Altach holte in St. Pölten hingegen glückliche drei Punkte und setzte sich damit an die Tabellenspitze, da WAC/St. Andrä am Abend gegen Austria Lustenau mit 1:2 verlor.

LASK - Hartberg 1:1
Auch wenn die Linzer spielerisch wenig zusammenbrachten, so kündigte sich der erste Treffer mit zwei gefährlichen Standards doch an. In der 19. Minute war es dann so weit: Nach einer Flanke von Silvio jr. rutschte Kaufmann rechtzeitig heran und beförderte den Ball per Dropkick zum 1:0 in Rindlers Kasten. Das zweite Saisontor des 23-Jährigen, der zuletzt im Juli 2011 getroffen hatte.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Favorit spielerisch vieles schuldig, gute Strafraumszenen blieben aus. Das 2:0 der Hausherren wurde wegen Handspiels von Unverdorben nicht gegeben (68.), und die Offensivflaute der passiven Linzer sollte sich rächen: Ein Freistoß von Ex-Rapidler Dober aus rund 30 Metern senkte sich in einem für LASK-Goalie Mandl kaum zu berechnenden Bogen zum Ausgleich ins rechte obere Eck (76.). Dober musste kurz darauf nach wiederholtem Foulspiel zwar vom Platz (77.), am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr.

St. Pölten - SCR Altach 1:3
Den Gästen war die Nervosität anzumerken. Sie waren zwar mit einer sehr offensiven Aufstellung - Adi Hütter nominierte praktisch vier Stürmer - in die Partie gegangen, trotzdem blieben sie völlig ungefährlich. Im Gegensatz zu den St. Pöltnern, die in der 27. Minute völlig verdient in Führung gingen. Zum dritten Mal im dritten Spiel war es Neo-Legionär Jano (27.), der den SKN jubeln ließ.

Auch nach dem Wechsel ging es in dieser Tonart weiter. Die Altacher probierten viel, es gelang ihnen aber weiter so gut wie nichts. Die Hausherren vergaben immer wieder die besten Chancen, die Partie vorzeitig zu entscheiden und mussten wie aus dem Nichts den Ausgleich hinnehmen. Vorisek knallte einen Freistoß aus gut 30 Metern direkt aufs Tor, und Riegler patzte schwer (56.).

Danach spielten beide Teams auf Sieg. Und Schiedsrichter Eigler rückte in den Mittelpunkt. Zuerst übersah er ein offensichtliches Handspiel von Sereinig im Strafraum, im Gegenzug entschied er nach einer Attacke von Popp an Seeger auf einen umstrittenen Strafstoß. Sadovic ließ sich die Chance nicht entgehen und fixierte das 2:1 für den Titelkandidaten (69.). Und als der Referee zehn Minuten vor Schluss ein klares Foul an Jano nicht ahndete, erzielte Ademi im Konter das 3:1 (79.). Das war die Entscheidung - denn Fallmann vergab in der Schlussphase vom Elfmeterpunkt die Chance, noch einmal heranzukommen.

WAC/St. Andrä - Austria Lustenau 1:2
Das Spiel entwickelte sich zur Geduldsprobe für beide Teams. Spielerisch blieb die Begegnung vieles schuldig, zumindest in punkto Härte wussten aber beide Mannschaften zu überzeugen. Die Lustenauer Austria war bis Pause sogar die aktivere Elf, welche die Hausherren nicht zur Entfaltung kommen ließ. Beim WAC saß Trainer Nenad Bjelica darüber hinaus ab der 21. Minute auf der Tribüne, nachdem sich der Kroate über eine Gelbe Karte zu sehr echauffiert hatte.

Auch in den zweiten 45 Minuten bot sich den 2.157 Zuschauern zunächst fußballerische Schmalkost. Jacobo brach nach schöner Vorarbeit von Stückler mit seinem achten Saisontor schließlich die Torsperre (66.). Die Vorarlberger antworteten aber nur fünf Minuten später vom Elfmeterpunkt, nachdem Jovanovic Boya im Strafraum niedergerissen hatte. Als Kerhe vom Platz musste, machte der zuvor per Kopf noch gescheiterte Thiago den Überraschungssieg mit einem Schuss ins Kreuzeck perfekt (88.).

FC Lustenau - BW Linz 2:0
Blau Weiß hatte im Reichshofstadion wenig zu bieten. Bis auf einen Torschuss von Philipp Huspek in der 2. Minute war die Linzer offensiv kaum vorhanden, die Kontertaktik von Thomas Weissenböck ging überhaupt nicht auf. Lustenau übernahm in Abwesenheit des verletzten Mario Bolter ohne einen einzigen Vorarlberger in der Start-Elf angetreten schnell das Kommando und wurde dafür belohnt.

Mit Stipe Vucur (45.) und Enes Novinic (47.) trafen kurz vor und kurz nach der Pause zwei Winter-Zugänge für die Elf von Trainer Damir Canadi. Der aufgerückte Vucur drückte eine Flanke von Dennis Mimm über die Linie, sein kroatischer Landsmann Novinic war im Anschluss an ein geglücktes Forechecking der Hausherren nach Vorarbeit von Florian Zellhofer und Mimm zur Stelle. Für Lustenau war es der erste Heimsieg seit 9. September 2011.

SV Grödig - Vienna 1:0
Die Salzburger, die auch das vierte Match auf eigenem Boden gegen die Wiener gewannen, gingen nach einigen guten Aktionen in der Anfangsphase in der 17. Minute mit 1:0 in Führung. Nach einem Eckball fälschte Diego Viana einen Cabrera-Kopfball aus kurzer Distanz unhaltbar für Vienna-Tormann Thomas Dau ab. Wenig später hatte die Elf von Trainer Heimo Pfeifenberger zweimal Glück: Erst beförderte Abwehrchef Ione Cabrera den Ball bei seinem Abwehrversuch mit der Ferse an die Latte (28.), dann köpfelte Viana knapp über das Tor seines Schlussmannes Andreas Schranz.

Die insgesamt schwach auftretenden Gäste kamen wacher aus der Kabine - Nacho Verdes scheiterte im Fünfmeterraum an Schranz (51.). Im Gegenzug lupfte der allein aufs Tor stürmende Lukas Schubert den Ball sowohl an Viennas Dau als auch am Gehäuse vorbei. Anschließend rettete zuerst Dau gegen Viana und dann die Latte gegen Cabrera die Wiener vor dem zweiten Verlusttreffer. In der Schlussphase ließen die Heimischen rund um Tormann Schranz - der 32-Jährige ist seit mittlerweile 377 Minuten ohne Gegentreffer - nichts mehr anbrennen, verabsäumten es jedoch, das Spiel frühzeitig zu entscheiden.

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