In Mailand gehasst, in Rom jetzt geliebt: Wenn Romelu Lukaku das Vertrauen spürt, ist er nicht zu halten - das ist unter Belgiens Teamchef Tedesco der Fall!
„Über mich wurde so viel gesprochen, ich mag es nicht zu reden. Ich arbeite lieber. Ich bin ein Profi.“ Interviews mit Romelu Lukaku sind selten. Bevor Belgiens Torgarant gestern ins Teamcamp einzog, sprach der Stürmer nach Romas 4:1 in der Serie A gegen Cagliari auch nur über seinen Lauf für die Giallorossi (sieben Saisontore). Ein Verdienst von Trainer Mourinho: „Wir haben eine spezielle Beziehung. Er vertraut mir, ich vertraue ihm.“
Das gilt aber auch für Belgiens Teamchef Domenico Tedesco. Seit der Deutsche im März die „roten Teufel übernahm“, erzielte Lukaku in sechs Länderspielen neun Tore. Und er rettete Belgien im Juni das 1:1 in Brüssel gegen Österreich.
Danach ging das Wechsel-Theater um Inters Chelsea-Leihgabe los. Er wollte zu Juve, ging dann nach Rom. In Mailand wird er jetzt gehasst, für seine Rückkehr Ende Oktober mit der Roma werden Inters Tifosi 50.000 Pfeifen austeilen, „ihn bei jedem Ballkontakt auspfeifen, weil er uns verraten hat“.
Am Freitag in Wien wird es für Lukaku wohl nicht ganz so ungemütlich, doch der 110-fache Teamstürmer (77 Tore) ist „on fire“, sagt: „Ich beweise auf dem Feld, was ich dem Team geben kann.“
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