Erling Haaland wird medial derzeit nicht nur wegen seines Triplepacks für ManCity gegen Fulham gefeiert, sondern auch wegen eines erstaunlichen Interviews. Er fühle sich geradezu schlecht, meinte er. „Es tut mir leid für sie (Fulham, Anm.“), meinte er angesichts des offensichtlich regelwidrigen Führungstreffers zum 2:1. „Ich denke, es war klar Abseits“, so Haaland.
Tatsächlich belegen sämtliche Videos zum Tor: Der Führungstreffer war höchst umstritten. Nathan Ake verwertete einen Eckball per Kopf zum 2:1, dabei stand allerdings Kollege Manuel Akanji direkt im Blickfeld des Fulham-Goalies - und das wiederum in Abseits-Position, so gesehen griff er, obwohl er den Ball nicht berührte, sehr wohl aktiv ins Geschehen ein.
„Ich würde toben“
So sah es auch Erling Haaland. „Ich denke, es war Abseits. Ich fühle mich schlecht, es tut mir leid für sie.“ Und noch weiter: „An ihrer Stelle würde ich toben.“ Offene Worte, die in der britischen Medienwelt gerade rauf und runter gespielt werden. „Erfrischend ehrlich“ sei das Interview von Haaland gewesen, so der Tenor. Der Norweger hatte es freilich auch relativ leicht, faire Worte zu finden. Immerhin traf er danach noch dreimal und trug so maßgeblich zum 5:1-Sieg nach 0:1-Rückstand bei.
Fulham-Trainer Marco Silva tat sich da schon schwerer, cool zu bleiben. „Wie um alles in der Welt haben alle drei Offiziellen auf dem Spielfeld und der VAR das übersehen?“, wollte er die Welt nicht mehr verstehen: „Das ist keine 50:50-Entscheidung.“
Übrigens: Erling Haaland hält nach vier Premier-League-Spielen bei sechs Saisontoren. Saisonübergreifend gelangen ihm 42 Tore. In 39 Premier-League-Spielen. Es gibt schlechtere Arbeitsnachweise.
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