Hartberg-Kapitän Jürgen Heil hat am Sonntag nach der 0:3-Niederlage seiner Mannschaft gegen Austria Klagenfurt Alarm geschlagen. Trotz spielerischer Dominanz setzte es für die achtplatzierten Steirer eine klare Heimniederlage, „weil wir leider Jugendfußball spielen. Es ist schön anzuschauen, aber bringt halt leider nichts. Wir müssen einfach Männer werden“, sagte Heil. Für ihn gewann an diesem Tag Reife gegen Jugend.
Die von Markus Schopp in der Sommerpause vorgenommene Verjüngungskur war bisher erst einmal - bei der Überraschung gegen Rapid (1:0) - von Erfolg gekrönt. Ansonsten gab es Niederlagen gegen Salzburg (1:5) und nun Klagenfurt sowie zwei Remis gegen Lustenau (2:2) und Blau-Weiß Linz (3:3), jeweils nach einer Führung. „Es tut sehr weh, weil wir sehr viel investieren und nichts dabei raus schaut. Wir müssen einfach Männer werden“, forderte Heil.
„Die bestrafen dich wirklich beinhart“
Die Gäste waren am Sonntag im Schnitt fast drei Jahre älter als die Hartberger (24,5 Jahre). „Austria Klagenfurt ist die reifste Mannschaft der Liga und die bestrafen dich wirklich beinhart“, diktierte Heil ins Sky-Mikrofon, während sein Team die absolut letzte Überzeugung in die ausgerufene spielerische Weiterentwicklung noch nicht ausstrahlt.
Jene Kärntner machen sich auch in der neuen Bundesliga-Saison in der oberen Tabellenregion breit. Neun Punkte nach fünf Spielen bedeuten den besten Start seit dem Aufstieg 2021 für die Elf von Peter Pacult. Nach fünf Runden sind die Violetten ungeschlagener Tabellendritter.
Pacult durfte nach seinem 250. Auftritt als Bundesliga-Trainer einen effizienten Auftritt loben. Trotz Abgängen und einer dünnen Personaldecke im Angriff scheint der Trainer-Oldie aus Klagenfurt das Maximum herauszuholen. Sinan Karweina schloss durch seinen Doppelpack in der Torschützenliste zu den Führenden Karim Konate (Salzburg/4) und Szymon Wlodarczyk (Sturm/4) auf. Mit Ausnahme von Sturm (0:0) sind die ersten Saisonduelle mit den Großclubs der Liga aber noch ausständig.
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