12. Leiche gefunden
Suche im Wrack läuft weiter, aber Hoffnung schwindet
Zusätzlich zu den Tauchern ist auch wieder ein ferngesteuerter Unterwasser-Roboter im Einsatz: "Rov" sucht die Umgebung des Schiffes ab, um eventuell Leichen zu entdecken, berichteten die Einsatzkräfte.
"Absolute Priorität hat für uns weiterhin die Suche nach Vermissten", sagte der Sprecher der Rettungsmannschaften, Luca Cari, auf die Frage, wann mit dem Abpumpen des Treibstoffs zu rechnen sei. Unklar bleibt damit, wann die niederländische Spezialfirma Smit mit dem Entfernen des Öls aus den Tanks beginnen kann. Der Start der Aktion war eigentlich für Samstag geplant. Jedoch dürften die Arbeiten aus Sicherheitsgründen voraussichtlich erst dann in Angriff genommen werden, wenn sich keine Helfer mehr an Bord befinden. Inzwischen wurden rund um das Schiff Barrieren aufgestellt, die eine Meeresverschmutzung verhindern sollen.
Rettungsteams könnten Wrack verankern
Die "Costa Concordia" liegt auf einem Felsvorsprung. Es wird befürchtet, dass der Luxusliner bis zu 70 Meter tief ins Wasser abrutschen könnte.
Nicht ausgeschlossen wurde, dass das Wrack an Felsen verankert werden könnte, so die Rettungsteams. Damit wolle man das Sinken verhindern, sollten sich die Wetterbedingungen weiterhin verschlechtern, berichteten die toskanischen Behörden.
Bisher zwölf Tote geborgen
Bisher wurden acht der zwölf Todesopfer identifiziert. Dabei handelt es sich um vier Franzosen, einen Italiener, einen Spanier, einen Ungarn sowie einen Peruaner. An Bord des verunglückten Schiffes befanden sich 4.200 Personen, darunter 77 Österreicher.
Passagiere planen Sammelklage
Wie unterdessen bekannt wurde, plant ein italienischer Verbraucherschutzverband eine Sammelklage gegen den US-Mutterkonzern der italienischen Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere. Man werde sich zwei US-Anwaltskanzleien anschließen und den Konzern Carnival auf Entschädigungszahlungen in Höhe von 123.000 Euro pro Passagier verklagen, teilte der Verband am Samstag mit. An der Klage würden sich mehr als 100 Passagiere "aller Nationalitäten" beteiligen.
Der Schriftsatz werde Mitte kommender Woche am Firmensitz in Miami eingereicht. Die Passagiere hätten unter Angst gelitten, ihr Urlaub sei ruiniert worden und sie seien ernsthaften Risiken ausgesetzt gewesen, begründete der Verband seine Forderungen.







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