Die Kolumbianerin Linda Caicedo besiegte mit 15 Jahren den Krebs, traf beim 2:1 gegen Deutschland zum 1:0. Die Tür zum WM-Achtelfinale steht damit weit offen.
Sie fielen sich in die Arme, ließen den Emotionen freien Lauf, hatten Tränen in den Augen. Kolumbien lieferte mit einem 2:1 gegen Deutschland die nächste Sensation bei der Frauen-WM. Mittendrin: Linda Caicedo, die eine bewegende Geschichte hinter sich hat.
Damals glaubte ich aufgrund der vielen Operationen nicht, dass ich noch einmal professionell spielen kann.
Linda CAICEDO über ihren Eierstockkrebs
Beim heute 18-jährigen „Wunderkind“ wurde im Alter von nur 15 Jahren Eierstockkrebs diagnostiziert. „Damals glaubte ich aufgrund der vielen Behandlungen und Operationen nicht, dass ich noch einmal professionell spielen könnte. Mental war es ein sehr schwieriger Moment“, erinnert sich Caicedo. Nach der Operation und mehrwöchiger Chemotherapie nahm sie Ende 2020 wieder das Training auf, kämpfte sich zurück.
Mittlerweile spielt sie bei Real Madrid, wird oft als „weiblicher Neymar“ bezeichnet. „Was passiert ist, hat mich wachsen lassen. Ich bin dankbar, hier zu sein“, sagt Caicedo. Die gestern Favorit Deutschland das Fürchten lehrte. Zuerst ließ sie zwei Gegenspielerinnen auf engstem Raum aussteigen, schlenzte danach den Ball zum 1:0 ins rechte Kreuzeck - dieses Traumtor ließ die ganze Welt jubeln!
Dass das 2:1 in der 97. Minute fiel, machte das Märchen perfekt. Denn am Donnerstag hatte Caicedo im Training noch einen Schwächeanfall erlitten, jetzt steht das Tor zum Achtelfinale weit offen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.