Hochschulpolitik

Nina Mathies (VSStÖ) ist neue ÖH-Vorsitzende

Politik
23.06.2023 12:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die 22-jährige Studentin Nina Mathies (Verband Sozialistischer StudentInnen) ist am Freitag zur Vorsitzenden der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) gewählt worden. Sie erhielt 32 von 54 abgegebenen Stimmen. Ihre Stellvertreterin wird Sarah Rossmann von den Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS).

Nach einem Jahr wird dann getauscht, insgesamt beträgt die Amtszeit ab dem 1. Juli zwei Jahre. Als zweiter Stellvertreter über den gesamten Zeitraum soll Simon Neuhold (Kommunistischer StudentInnenverband - Linke Liste) tätig sein. Rossmann bekam am Freitag 32 von 54 Stimmen, Neuhold kam auf 36. An der ÖH-Wahl Anfang Mai beteiligten sich ungefähr 21 Prozent der mehr als 390.000 Studierenden in Österreich.

Nina Mathies kommt aus Vorarlberg (Dornbirn) und studiert seit 2019 Umweltingenieurwissenschaften an der Universität für Bodenkultur (Boku). Seit 2021 war sie bereits stellvertretende ÖH-Vorsitzende an der Boku und seit dem Vorjahr Sozialsprecherin des VSStÖ. Mathies gründete die Fridays For Future-Landesgruppe in Vorarlberg mit und war auch beim Protest gegen die Abschiebung der damals zwölfjährigen Schülerin Tina nach Georgien vor Ort.

Engagement gegen Rassismus und Faschismus
Mathies will sich auch als neue ÖH-Spitze gegen Rassismus und Faschismus engagieren. So würden etwa Proteste organisiert werden, wenn die FPÖ wieder in die Bundesregierung käme. Projekte sollen unter anderem ein neues Beihilfensystem, Workshops zu queerer Sexualität und Geschlechtsidentität für Lehramtsstudierende sowie ein Projekt für ein Teilzeitstudium sein.

Gratulationen kamen gleich von der SPÖ. Mit der neuen Koalition würden „gerechte Studienbedingungen und ein leistbares Leben für Studierende im Mittelpunkt stehen“, sagte SPÖ-Vorsitzender Andreas Babler in einer Aussendung. Die Partei kämpfe ebenfalls für Verbesserungen an den Universitäten und die soziale Absicherung von Studierenden. Die Grünen gratulierten erwartungsgemäß Sarah Rossmann, die sich unermüdlich für Studierende und ihre Anliegen einsetze. Betont wurde in einer Aussendung unter anderem der Klimaschutz.

JUNOS: „Kommunisten sind ein Skandal“
Kritik kam hingegen den JUNOS Studierenden, die „strengste Kontrolle“ ankündigten. „Dass jetzt waschechte Kommunisten im Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung sitzen, sollte uns mehr als zu denken geben. Extremistisches Gedankengut hat weder von rechts noch von links etwas in politischer Verantwortung verloren“, sagte Bundesvorsitzender Lukas Schobesberger in einer Aussendung.

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