„Als der Herr EU-Kommissar vor ein paar Jahren in Linz zu Besuch war, haben wir noch über Arbeitslosigkeit gesprochen. Heute war das Thema: Wie kommen wir überhaupt zu Arbeitskräften?“ Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) war am Dienstag zu Arbeitsgesprächen in Brüssel.
Thema: der Personalmangel. Und der macht ganz Europa zu schaffen, wie der angesprochene EU-Kommissar, Nicolas Schmit aus Luxemburg, bestätigt. Für zusätzliche Herausforderungen sorge der rasante Wandel der Arbeitswelt durch Digitalisierung, Klimakrise und Co. Ein Beispiel der Personalnot: In OÖ fehlen bis 2030 rund 2000 Pflegekräfte. Eine Lösung, in der sich EU-Kommissar und Landeshauptmann einig sind: „Wir brauchen kontrollierte Zuwanderung, um die fehlenden Arbeitskräfte zu finden“, sagt Stelzer.
Stärkere europäische Koordinierung
„Dafür sollten etwa Qualifikationen aus dem Ausland schneller angerechnet werden.“ Bereits jetzt gibt es mit der sogenannten „Rot-Weiß-Rot-Karte“ ein System, mit dem Nicht-EU-Bürger bei Nachweis von Qualifikationen in Österreich arbeiten und bleiben dürfen. Jedes Land in Europa hat für den Zuzug von Fachkräften eigene Regelungen. Stelzer wünscht sich eine stärkere europäische Koordinierung.
EU-Kommissar Schmit: „Wir wollen ein einheitliches System, aber am Ende entscheiden die Mitgliedsstaaten.“












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