Böller auf Botschaft

„Werden Schulter an Schulter gegen Staat kämpfen“

Wien
06.06.2023 11:59

Nach dem schockierenden Angriff auf die deutsche Botschaft Sonntagabend in der Wiener Innenstadt, bei dem vermummte, schwarz bekleidete Personen, Böller gegen die Hoheitsvertretung unseres Nachbarlandes geworfen haben, ist nun ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Die Spuren führen in die Szene des deutschen Linksextremismus.

Mit der Verurteilung der deutschen Studentin Line E. zu fünf Jahren und drei Monaten Haft durch das Oberlandesgericht Dresden wegen Angriffen auf Rechtsextreme, kam es am Wochenende zu Straßenschlachten in Leipzig mit brennenden Barrikaden. Auch drei Mitangeklagte wurden wegen Gewalttaten an vermeintlichen oder tatsächlichen Neonazis verurteilt.

Anschließend wurde zu Solidaritätsdemonstrationen in ganz Deutschland aufgerufen. Die Auswirkungen der linksextremen Gewalt sind nun nach Wien übergeschwappt. Im aufgetauchten Bekennerschreiber ist von einer „kraftvollen und wütenden Spontandemonstration in Wien“ die Rede.

„Schulter an Schulter“
Die anonymen Schreiber beschweren sich darin, dass linke Bewegungen kriminalisiert würden. „Wir stehen jedoch solidarisch zu unseren Genoss*innen und werden gemeinsam Schulter an Schulter gegen den Staat und seine Behörden kämpfen, mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen“, heißt es. Weiters wird gedroht, auch in Wien konsequent jede Form des Faschismus zu bekämpfen.

Zitat Icon

Anlässlich der Verurteilungen in Deutschland gegen unsere Genoss*innen nahmen wir uns die Straßen und besuchten die deutsche Botschaft.

Anonymes Bekennerschreiben auf Indymedia

Globales Non-Profit-Netzwerk
Die Kampfansage ist gegen rechtsextreme Strukturen wie die FPÖ, die Identitäre Bewegung, antisemitische Fundamentalisten, Islamisten oder Grauen Wölfe gerichtet. Das Schreiben wurde auf Twitter vom Account Autonome Antifa Wien weiterverbreitet.

Der Polizei ist es bekannt und es bestätige den Anfangsverdacht. Konkrete Spuren zu den vermummten Böllerwerfern, die von Zeugen in der Nacht auf Montag beobachtet wurden, gibt es derzeit noch nicht. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Lediglich eine Mülltonne, in der die Pyrotechnik explodierte, wurde beschädigt. Der Verfassungsschutz ermittelt.

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