Nimmt Team mit

Weiterer Schlag für Grünen: Funktionär steigt aus!

Kärnten
12.05.2023 13:19

Für viele Spekulationen hat die Einladung zu einer Pressekonferenz unter dem Titel „Persönliche Erklärung“ von dem stellvertretenden Landessprecher der Grünen Kärnten gesorgt. Nun ist das Geheimnis gelüftet:

Hat es was mit der kürzlichen Beförderung von Landessprecherin Olga Voglauer zur Generalsekretärin der Bundes-Grünen zu tun? Oder geht es gar um einen Rücktritt? Am Mittwoch lud Christoph Gräfling, stellvertretender Landessprecher und Stadtrat in Feldkirchen für die Grünen, zu einer Pressekonferenz. Es gehe um eine persönliche Erklärung. 

„Ich habe am Freitagvormittag, nach 12 Jahren bei den Grünen, der Landespartei meinen Austritt bekanntgegeben!“, lässt Gräfling nun die Bombe platzen. Gemeinsam mit ihm nimmt er übrigens 14 weitere Feldkirchner Grüne - das ist der gesamte Gemeinderatsclub - mit. Und was nun? „Wir arbeiten ab jetzt als parteiunabhängige Liste mit dem Namen „Gemeinsam für Feldkirchen“ weiter für unsere Stadt!“

„Politik geht an Bevölkerung vorbei!“
Die Gründe für den Austritt seien vor allem, dass die Grüne Politik an den Menschen vorbeigehe. „Realitätsfern und -ferner, in gewissen Bereichen verfehlt“, spart er nicht an Kritik an seiner ehemaligen Partei. Das Thema Klimaschutz sei Gräfling zu eng. Zusätzlich sei auch der Umgang nach der Wahlniederlage im März ein Grund für seinen Austritt. „Das Ergebnis war eine schallende Ohrfeige - es gab leider keine Bereitschaft darüber zu sprechen!“ 

Die Liste „Gemeinsam für Feldkirchen“ konzentriert sich ab nun jedenfalls auf die Themen, die in Feldkirchen unter den Nägel brennen. Als Parteifarben wurden die Farben des Stadtwappens gewählt. Was bedeutet der Wechsel nun für Gräflings Mandat im Feldkirchner Stadtrat. Laut Gräfling ändere sich tatsächlich lediglich der Name, die Farbe und die Zugehörigkeit. „Weil der Gemeinderatsclub als ganzes mitzieht!“, so seine Erklärung.

Landespartei weist Kritik zurück
Stefan Samonig, Landesgeschäftsführer der Kärntner Grünen, wünscht Gräfling zwar alles Gute auf seinem weiteren Weg, die Kritik, man habe nicht über das schlechte Wahlergebnis bei den Landtagswahlen gesprochen, weist er aber im Gespräch mit der „Krone“ zurück. „Es hat zwei Reflexionsveranstaltungen für alle Mitglieder gegeben, da hätte Herr Gräfling gerne kommen können.“

Dennoch sei die persönliche Entscheidung von Gräfling und seinem Team zu respektieren.

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