In Hinterstoder hatte sich Hirscher am Tag vor der WM-Eröffnung einen Kahnbeinbruch im Knöchel zugezogen. "Es war heftig, vor dem Fernseher zu sitzen und mitanzusehen, wie andere um Medaillen kämpfen", erzählt er heute, "aber ich habe in all den Wochen alles viel mehr zu schätzen gelernt. Ich bin mir jetzt bewusst, welches Privileg es ist, Skirennläufer zu sein – zumindest menschlich hat mich diese Verletzung sehr viel weitergebracht."
Rückkehr als Muskelpaket
Offensichtlich auch körperlich. Als er am Wochenende bei der Einkleidung im T-Shirt auf die Überjacke wartete, wurde augenscheinlich, dass sein Oberarm viel muskulöser und vom Umfang her weit größer ist als noch vor einem Jahr. Leichtgewicht Hirscher kommt als Kraftpaket in den Weltcup zurück. Und mit dem gleichen Angriffsgeist, der ihn immer auszeichnete. Mindestens. "Im ersten Rennen nach solchen Verletzungen stellt sich natürlich die Frage, wie sehr man ans Limit gehen kann – aber wenn das wieder passt, will ich sogar noch mehr riskieren als früher!"
Leicht möglich, dass das sogar schon am Sonntag der Fall ist. Viele, die ihn zuletzt im Training sahen, trauen Hirscher schon in Sölden fast alles zu. Teamkollege Philipp Schörghofer: "Für mich zählt Marcel schon in Sölden absolut zum Kreis der Sieganwärter."
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