Oberösterreichs Luft muss sauberer werden, wenn es nach der EU geht. Noch sauberer, muss man dazusagen, denn der langfristige Trend der Luftgüte in Oberösterreich sei positiv, wie Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) erklärt.
„Feinstaub und Stickstoffdioxid gehen kontinuierlich zurück. Der Hauptgrund in dieser Entwicklung sind enorme technische Verbesserungen bei den Abgasreinigungen von fossil betriebenen Fahrzeugen und der Umstieg auf Elektromobilität“, zieht Kaineder Bilanz. Daher ist ja der Weiterbetrieb des „Lufthunderters“ auf der A1 zwischen Linz und Enns fraglich geworden; ob die Anlage abgebaut werden muss, wird sich Mitte des Jahres nach einer detaillierten Evaluierung und Prognose herausstellen. Kaineder hätte keine Freude mit dem Abbau: „Aus umwelt- und gesundheitspolitischer Perspektive wäre es aus meiner Sicht durchaus wünschenswert, könnten wir die Maßnahme beibehalten. Der Schaden für Gesundheit und Umwelt überwiegt aus meiner Sicht den Vorteil eines minimalen Zeitgewinns.“
Grenzwerte sind kein tatsächlicher Schutz
Nach neuen Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Europäische Kommission im Oktober 2022 den Vorschlag vorgelegt, sich schrittweise an die von der WHO neu veröffentlichten niedrigeren Richtwerte für Luftschadstoffe anzunähern. Das befürwortet auch der Lungenfacharzt Univ.-Prof. Dr. Bernd Lamprecht: „Weitere Verbesserungen der Luftqualität sind erstrebenswert, da negative gesundheitliche Auswirkungen nicht erst jenseits der von der EU festgelegten Grenzwerte auftreten.“
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