Die Rettungshundebrigade führte in Rauchwart ihre Landeseinsatzübung durch. Die Spürnasen mussten manche Herausforderung meistern.
Vermisste und verletzte Personen in einem Wald zu finden, das war die Aufgabe der Rettungshunde-Staffeln und deren vierbeiniger Spürnasen bei einer Übung in Rauchwart. Vier Staffeln - eine davon aus der Steiermark - waren angereist, um gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Roten Kreuz verschiedene Szenarien zu trainieren. „Es war ein schwieriges Gelände mit einem dicht bewachsenen Waldgebiet“, erklärt Landeseinsatzleiter Thomas Gerger. Trotz der Herausforderungen war die Übung - die bis in die Nachtstunden ging - erfolgreich. „Es konnten alle Personen gefunden werden“, so Gerger.
Allzeit einsatzbereit
Insgesamt vier Rettungshunde-Staffeln gibt es im Burgenland. Sie können jederzeit von den Behörden für eine Personensuche angefordert werden. „Oft sind es Schwammerlsucher, Demenzkranke oder auch Kinder, welche als abgängig gemeldet werden“, sagt der Landeseinsatzleiter. Alle Mitglieder sind ehrenamtlich tätig.
Fast jede Rasse geeignet
Die Vierbeiner sind ihre privaten Fellnasen. „Wenn die Hunde nicht im Einsatz sind, sind es ganz normale Haushunde.“ Die Rasse spiele dabei weniger eine Rolle, so Gerger. Auch Pudel und Dalmatiner seien unter den Rettungshunden zu finden. Lediglich die Größe könne bei manchen Tieren ein Hindernis darstellen. Bis ein Vierbeiner einsatzfähig sei, dauere es allerdings ein bis zwei Jahre. Auch danach sei ein permanentes Training notwendig. „Mit den Jahren gewinnt der Hund auch an Erfahrung.“
Spürnasen werden von selbst aktiv
Ein Kleidungsstück des Vermissten oder Ähnliches - wie man es aus Filmen kennt - brauchen die Spürnasen übrigens nicht. „Bei unseren Tieren handelt es sich um Stöberhunde. Sie laufen frei und suchen von sich aus den Wald ab“, sagt Gerger. Dass die Vierbeiner bestens geschult sind und den richtigen Riecher haben, haben sie bei der Übung unter Beweis gestellt.
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