„Er hat sich als möglicher neuer Bezirkshauptmann selbst disqualifiziert.“ Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger (SPÖ) hat eine eindeutige Meinung zu jenem Spitzenbeamten, der im Mittelpunkt eines möglichen Postenschachers seitens der Volkspartei stehen soll. Wie berichtet, soll der frühere Halleiner Stadtchef Christian Stöckl (ÖVP) im Jahr 2011 sich per E-Mail an den damaligen LH-Stellvertreter Wilfried Haslauer gewandt haben. Er bat um Schützenhilfe für den Halleiner Ex-Stadtrat Georg Angerer.
Dieser sollte mit Hilfe Haslauers den Posten des Salzburger Landespolizeidirektors bekommen – oder einen sonstigen „A-Posten bei der Polizei oder beim Land/BH“, zitierte die Online-Plattform „Zackzack“ aus dem E-Mail. Angerer stellte demnach in Aussicht: „Mit der Funktion des Landespolizeikommandanten (…) könnte ich (…) unsere politischen Belange (…) transportieren.“ Angerer bekam den Job nicht. Mittlerweile ist er Leiter des Salzburger Verfassungsschutzes und möchte nun neuer Tennengauer Bezirkshauptmann werden.
„Das ist ein Versuch, drei Tage vor der Wahl mit diffamierenden Argumenten von der erfolgreichen Arbeit des Landeshauptmannes abzulenken“, sagte Ex-Bürgermeister Stöckl. Er ist sich keiner Schuld bewusst. Halleins ÖVP-Vizebürgermeisterin Katharina Seywald kritisierte vor allem aktuelle Besetzungen im Halleiner Rathaus: „Es ist bezeichnend, wie viele Führungskräfte gegangen sind und welche Personen welcher Parteifarbe ihnen nachgefolgt sind.“
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