ÖFB-Star Aleksandar Dragovic hatte sich zuletzt enttäuscht von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick gezeigt, fühlte sich „abserviert“. Nun hat sich der Deutsche zu den Vorwürfen geäußert.
„Ich habe ihn vor dem allerersten Lehrgang angerufen. Dass er enttäuscht ist, kann ich auch verstehen“, sagte Rangnick am Dienstagabend in seiner Funktion als Experte bei der Champions-League-Übertragung auf Sky, angesprochen auf die Kritik von Dragovic. „Aber es ist bei ihm nicht so, dass es sich um einen jungen Spieler handelt, den man sich einfach mal anschaut. Wenn es eine Position gibt, wo wir genug hochkarätige Spieler haben, dann ist es nun mal die Innenverteidigerposition.“
„Andere Spieler vorne“
Rangnick sieht „andere Spieler vorne, Kevin Danso macht das überragend in Lens. Dann macht es auch keinen Sinn, einen erfahrenen Spieler wie Dragovic als Bankdrücker dabei zu haben.“ Der Deutsche würde es sich wünschen, dass Dragovic eine Auszeichnung für die bislang absolvierten 100 Länderspiele erhält, derzeit will er aber weiter am aktuellen Aufgebot in der Defensive festhalten: „Er sollte schon ausgezeichnet werden, damals wollte er nicht. Ich seh’s im Moment einfach so, dass wir Spieler haben, die derzeit die Nase vorne haben.“
Dragovic hatte am Wochenende in einem Gespräch mit der Austria Presse Agentur betont, dass er enttäuscht sei, dass man ihm keine Chance gebe, sich zu beweisen. Er verlange keine Spezialbehandlung, „aber auch unter Constantini, Koller und Foda war ich zu Beginn Ersatzspieler, habe mich immer durchsetzen müssen“. Die Verbitterung scheint auch deshalb groß, weil Dragovic immer gerne im Team dabei war: „Ich habe in den elf Jahren nur einmal abgesagt, weil ich Corona hatte. Ich war immer mit Leidenschaft dabei. Und dann werde ich so abserviert.“
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