In den Kollektivvertragsverhandlungen im Bankensektor gab es auch nach der dritten Runde keine Einigung. Das Angebot der Arbeitgeber liege deutlich unter der Inflationsrate bei sechs Prozent Gehaltserhöhung zuzüglich 15 Euro (im Schnitt plus 6,46 Prozent) und einer Einmalzahlung von 1000 Euro, bemängelte die Gewerkschaft GPA am Donnerstag. Die Arbeitnehmervertreter wollen nun den Druck erhöhen. Die Arbeitgeber wollen aber nicht von ihrem Angebot abrücken.
„Österreichweit werden in allen Betrieben die Beschäftigten während der Arbeitszeit über den Verhandlungsstand informiert und die weiteren betriebsrätlichen und gewerkschaftlichen Maßnahmen besprochen und beschlossen“, sagte Verhandlungsleiter der Gewerkschaft GPA, Wolfgang Pischinger.
Nächste Verhandlungsrunde am 23. Mätrz
Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 23. März erwarte man eine „starke Bewegung der Arbeitgeber und ein Angebot, dass den Rekordgewinnen der Branche Rechnung trägt,“ so GPA-Verhandlerin Helga Fichtinger. Zudem müsste die Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung auf 36 Wochenstunden „ernsthaft weiter diskutiert und behandelt werden.“ Bei den Vorstandsgehältern will die GPA zudem ganz genau hinschauen, „ob es da auch diese Zurückhaltung wie bei den Erhöhungen der Beschäftigten gibt.“
Arbeitgeberseite: Sind Arbeitnehmern bereits weit entgegengekommen„
Die Arbeitgeberseite will sich indes nicht unter Druck setzen lassen. Man sei den Arbeitnehmern bereits “weit entgegengekommen„ und sehe im Hinblick auf die angekündigten Betriebsversammlungen “noch keine Veranlassung, vor der nächsten Gesprächsrunde eine offizielle Anpassung unseres Eröffnungsangebotes vorzunehmen," sagte Gerald Resch, Chef des Bankenverbandes und Verhandlungsleiter auf Arbeitgeberseite, in einer Aussendung. Grundsätzlich bewertet der Bankenverband den Verhandlungsverlauf aber positiv.
Im Vorfeld der Verhandlungen hatte die Gewerkschaft eine lineare und dauerhafte Erhöhung der Mindest-und IST-Gehälter um 10,6 Prozent gefordert. Darüber hinaus wurde gefordert, dass diese Erhöhung statt für bisher 38,5 Wochenstunden bei vollem Gehaltsausgleich künftig für 36 Stunden fließt.
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