Eine Kolumne über die ehemalige Salzburg-Tormachine Erling Haaland - von Herbert Prohaska.
7:0 in einer K.-o.-Phase der Champions League gibt es heutzutage nicht mehr. Es sei denn, man hat einen Erling Haaland in der Mannschaft. Man braucht nur seine Bilanz anzuschauen.Er ist total ehrgeizig und torhungrig, hat ein Gspür für die Situation. Und auch das Glück, in einer Truppe mit Top-Qualität zu stehen.
Im Grunde passt er gar nicht ins System von Trainer Pep Guardiola, das gegen einen meist defensiven Gegner auf Ballbesitz und viele Kombinationen ausgerichtet ist. Es war daher überraschend, dass er auch bei Manchester City auf Anhieb funktioniert.
Er bleibt aber geduldig, ist in seiner Art einzigartig. Technisch zwar nicht überragend, aber einer, der sich mit seiner Körperlichkeit von allen anderen abhebt. Seine Größe macht ihn zu einem Kopfballungeheuer.
Bei seinen Transfers hat er alles richtig gemacht, es ist immer bergauf gegangen. Salzburg war der Durchbruch, in Dortmund hat er gezeigt, dass er auf dem Weg zur Weltklasse ist. Und bei Manchester City sprengt er alle Grenzen.
Wenn er von schweren Verletzungen verschont bleibt, ist er nicht aufzuhalten, kann er noch zehn Jahre auf diesem Level spielen.
Verbessern kann es sich Haaland nur noch bei einem Wechsel zu Real Madrid oder Barcelona. Manchester City war bereits ohne den Norweger ein Kandidat auf den Titel in der Champions League.
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