Nach satten zweistelligen Verteuerungen im Vorjahr senkten Molkereien und Handel die Preise zuletzt wieder ab. Bis Sommer dürfte Butter nochmals leicht billiger werden, weil die Kosten Frühstück der Milchverarbeiter für Verpackungsmaterial etc. gesunken sindfür. Auch dank Aktionen wird nun fleißig gekauft.
Wie weißes Gold wurden in einzelnen Supermärkten Butterpackerln zeitweise mit elektronischen Sicherungen vor Diebstahl geschützt. Grund: Knapp ein Fünftel mehr als 2021 mussten Konsumenten im Vorjahr für den Aufstrich am Frühstückssemmerl zahlen. Doch seit Kurzem schmelzen die Preise wieder. „Wir haben unseren Abgabepreis an den Handel um rund 6% gesenkt, man zahlt im Einstiegsbereich jetzt wieder unter zwei Euro, bei Markenbutter unter drei Euro“, bestätigt Berglandmilch-Chef Josef Braunshofer.
Möglich sei das, weil die Kosten für Verpackungsmaterial etc. etwas zurückgingen. Denn die Molkereien haben nicht dick verdient an der Teuerung. So wurde der Milchpreis für die Bauern mehrfach angehoben, um diese über Wasser zu halten. Im Dezember lag er bei fast 60 Cent/Kilo, ein Plus von 35%. Und da in ein Kilo Butter 20 Kilo Milch fließen, „potenziert sich das eben sofort“.
In gleichen Ausmaß gesenkt hat NÖM-Vorstand Alfred Berger, „und wir werden bis Sommer noch etwas weiter runtergehen können, auch z. B. bei Bergkäse oder teurem Joghurt, in die viel Milch hineinfließt.“
Das fettet die Nachfrage wieder spürbar auf, die zuletzt etwa nachließ. Konsumenten griffen eher zu Handelsmarken als zur Premiumbutter. Immerhin war auch Margarine wegen satter Teuerungen bei den Pflanzenfetten keine echte Alternative.
Generell ist der Verbrauch bei uns langfristig von unter 5 kg auf rund 5,5 kg gestiegen (s. Grafik), etwa 26 € monatlich gibt ein Haushalt für Butter, Milch und Joghurt aus - bei höchster Qualität, betont Andreas Gasteiger, Geschäftsführer von SalzburgMilch (Nummer 3 in Österreich). „Unsere Bauern haben im Schnitt nur 18 Kühe im Stall, wir haben 14 verschiedene Milchsorten und sind europaweit Nummer 1 bei Heumilch. Das schätzen die Konsumenten, auch wenn sie preissensibel sind. Wir konnten unseren Marken-Anteil deshalb halten.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.