Brennende Plakate und wilde Gerüchte: Die Nerven aller Kärntner Parteien liegen vor der Landtagswahl blank. Es wird Zeit, dass der 5. März anbricht. Am Freitag, 24. Februar, ist Vorwahltag und in jeder Gemeinde hat mindestens ein Wahllokal geöffnet.
Jetzt wird’s schmutzig. Neun Tage vor der Wahl brennen Plakate, schwirren Gerüchte herum und das Internet wird zur Arena des abstoßenden Geschehens. Aber (un)schön der Reihe nach und einzeln:
Zerstörte Wahlplakate
Beschmierte Plakate gab’s schon immer, meist als Zeichen mangelnden Demokratieverständnisses der Täter. Lichterloh brennende Plakate sind neu. So geschehen in der Gemeinde Moosburg, wo Werbetafeln von ÖVP-Spitzenkandidat Martin Gruber in Flammen aufgingen. Er ist entsetzt: „Feige Zerstörungen haben in einem demokratischen Wahlkampf nichts verloren. Lassen wir nicht zu, dass Wutmacher unser Land spalten!“
Team Kärnten im Visier von SPÖ und ÖVP
SPÖ und ÖVP attackieren ihrerseits Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer, begonnen wurde der Streit vom SP-Landes-Personalvertreter Gernot Nischelwitzer. Nischelwitzer kritisierte auf Facebook das Einkommen von Köfer. Der TK-Chef dazu: „Nischelwitzer fährt seit vielen Monaten eine Schmutzkampagne gegen mich. Das richtet sich von selbst. Warum sind SPÖ und ÖVP so nervös?“ Rot und Schwarz wollen überdies den Landesrechnungshof zur Prüfung der Causa Jost in das Magistrat Klagenfurt entsenden.
Kaiser ruft zu Mäßigung auf
Auch Landeshauptmann Peter Kaiser spielt Hauptrollen in Gerüchten. Die stellen materielle Zusammenhänge zwischen Kaiser und Flughafen-Mehrheitseigentümer Franz Peter Orasch her. Auch Kaisers Sohn Luca wird in den Gerüchten erwähnt. Der Landeshauptmann wechselt im Gespräch mit „Kärnten Inoffiziell“ vom Wahlkampf- in den Amtsmodus. „Ich möchte als Landeshauptmann dazu aufrufen, Respekt zu zeigen und Mäßigung anzulegen. Wir alle werden auch nach der Wahl miteinander reden und miteinander arbeiten müssen.“ Brennende Plakate, und hier bezieht sich Kaiser auf die Vorfälle in Moosburg, seien schlichtweg „empörend.“
Unter dem Strich bleibt: Es wird Zeit, dass gewählt wird. Die Nerven aller liegen blank. Übrigens: Wählen kann man auch heute schon am Vorwahltag. In jeder Gemeinde muss mindestens ein Wahllokal geöffnet sein. Die Öffnungszeiten können aber von Gemeinde zu Gemeinde variieren.
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