Wegen Sturm-Böen

Tennis-Talent bei Training in Lebensgefahr

Kärnten
08.02.2023 20:32

Tennis-Talent Karner (19) bei Fitnesstraining in Tunesien in Lebensgefahr. Eine Glaswand zersprang, die Decke stürzte fast ein. Und am Donnerstag muss sie trotz Schock schon wieder spielen.

Ein ganz normaler Trainingstag. Ein solcher hätte es für Elena Karner im tunesischen Monastir werden sollen. Doch Kärntens Tennis-Toptalent erlebte im Zuge des ITF-Turniers bange Momente – und das im Fitnessstudio!

„Es hatte schon in der Früh zu regnen begonnen, die Spiele wurden deshalb abgebrochen. Und ich habe mich dazu entschlossen, ins Gym zu gehen“, erzählt die Lavanttalerin.

Decke fast eingestürzt
Eine Entscheidung, die fast fatal geendet hätte. „Ich war mitten in meiner Übung – und plötzlich macht’s einen Knall, zerfetzt es die komplette Glasfront, die Decke stürzt fast ein. Alle Geräte sind bis nach hinten ins letzte Eck katapultiert worden - da ist alles hin“, erzählt die 19-Jährige mit zitternder Stimme.

„Wie eine Bombe“
Durch die heftigen Sturm-Böen wurde die gesamte Hotel-Kraftkammer zerstört. „Es fühlte sich im ersten Moment an, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Gott sei dank bin ich ganz hinten gestanden – wie auch die anderen zwei Anwesenden. Bis auf ein paar Kratzer und enie leichte Schnittwunde durch die Glassplitter geht es mir gut – und das grenzt an ein Wunder!“, betont die in Wien lebende Reichenfelserin.

Das Problem der beinahe geschehenen Katastrophe sieht sie an der Unterkunft: „Ich will nicht sagen, dass das Hotel in einem schlechten Zustand ist - es ist schön, aber ... Man sieht, vor allem am Boden, dass das Hotel anscheinend undicht ist. Am gesamten Teppichboden am Gang sind Lacken. Man merkt, dass das es nicht so stabil wie bei uns in Österreich gebaut ist - sonst kann’s das nicht so zerfetzen.“

Nachdem Karner am Tag zuvor die Qualifikation des mit 15.000 Dollar notierten ITF-Turnieres mit zwei Zweisatz-Siegen gegen Miteva (Bul) und Kovac (Ser) gemeistert hatte, wartet heute in der 1. Hauptrunde die Japanerin Kayo Nishimura. „Bis auf diesen Schock bin ich gut drauf, habe gut trainiert“, betont die in Wien lebende Nummer 1218 der WTA-Rangliste.

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