Zwei Schwestern kamen bei einem fürchterlichen Unfall in der Silvesternacht auf der Fernpassstraße bei Musau in Tirol ums Leben - die „Krone“ berichtete ausführlich. Die beiden werden voraussichtlich noch in dieser Woche in der Türkei beigesetzt. Besonders tragisch: Eine von ihnen, die 27-jährige Elmas, erwartete ein Kind.
Unfassbare Szenen spielten sich nach nur wenigen Stunden im neuen Jahr im Bezirk Reutte ab. Wie berichtet, kam es um 3.30 Uhr auf der Fernpassstraße zu einem Zusammenprall zweier entgegenkommender Pkw. In einem saßen drei Türken – zwei Schwestern (24, 27) und ein Mann (29). Im anderen befanden sich ein Deutscher (66) mit seiner ebenfalls aus Deutschland stammenden Beifahrerin (52). Die beiden Türkinnen verloren bei der Kollision ihr Leben. Der 29-Jährige sowie die zwei Deutschen erlitten schwere Verletzungen.
Nun kommen weitere Details von dieser Tragödie ans Licht. Die beiden Schwestern Mirac (24) und Elmas (27) waren mit Kamber (29), dem Ehemann der 27-Jährigen, von einem Verwandtenbesuch in Vorarlberg auf dem Weg nach Hause. Nur wenige Kilometer vor ihrem Ziel Reutte kam es zum fatalen Unfall, dessen genauer Hergang nach wie vor ermittelt wird.
Schwestern werden in der Türkei beigesetzt
Besonders tragisch: Elmas war schwanger. Sie erwartete mit ihrem Ehemann Kamber ein Kind. Aller Wahrscheinlichkeit werden die zwei Schwestern noch in dieser Woche in die Türkei überführt und im Heimatdorf der Eltern in der Provinz Aksaray beigesetzt. Vater und Großvater der beiden Türkinnen stammen von dort. Die Betroffenheit in der Provinz ist groß, so schreibt der Dorfvorsteher auf Facebook: „Möge Gott unseren verstorbenen Geschwistern gnädig sein, mögen sie im Himmel ruhen.“
Der Gesundheitszustand vom Ehemann ist kritisch
Die Anteilnahme ist auch im Außerfern enorm. Denn Mirac und Elmas sind dort aufgewachsen, verbrachten ihr ganzes Leben im Außerfern. Nur wenige Stunden nach dem Unglück trafen sich zahlreiche Mitglieder der türkischen Gemeinde im Kulturzentrum Atib in der Allgäuerstraße ein, um den Eltern und der gesamten Verwandtschaft ihr aufrichtiges Beileid auszusprechen und um ihnen beizustehen.
Der Gesundheitszustand von Kamber, dem Ehemann von Elmas, ist nach wie vor kritisch – ebenso auch jener der beiden Deutschen.
Hubert Ehrenreich und Jasmin Steiner
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.