Notstand ausgerufen

Zug voll giftigem Ammoniak in Serbien entgleist

Ausland
26.12.2022 22:25

In Serbien ist ein mit Ammoniak beladener Güterzug entgleist. Mehr als 50 Menschen, darunter auch Kinder, mussten daraufhin mit Vergiftungserscheinungen ins Spital eingeliefert werden. Das Unglück ereignete sich am Sonntagabend in der Region Pirot im Südosten des Landes. Nach Angaben des Bürgermeisters wurde der Notstand über einige Gebiete der Stadt verhängt.

„Es gibt 51 Vergiftungsfälle“, sagte der Bürgermeister der Stadt Pirot, Vladan Vasic, am Sonntag vor Journalisten. Der Leiter des Spitals von Pirot erklärte, dass darunter auch drei Kinder waren. Die Betroffenen litten unter einer „Reizung der Atemorgane“, sagte er (siehe Video oben). Sieben Menschen wurden ins Krankenhaus von Nis eingeliefert.

Autobahn gesperrt, Schulen geschlossen
Der Zug war am frühen Sonntagabend entgleist, woraufhin Ammoniak entwich und in großen Mengen in die Atmosphäre aufstieg, wie das Innenministerium mitteilte. Es rief die Bewohner von Pirot auf, zu Hause zu bleiben. Wer vor die Tür müsse, solle eine FFP2-Maske tragen, sagte Bürgermeister Vasic. Mehrere Straßen wurden gesperrt. Eine wichtige internationale Autobahn in Ostserbien blieb noch am Montag geschlossen, ebenso wie Schulen und andere öffentliche Einrichtungen in der Region.

Die Umgebung rund um den Unfallort wurde großräumig abgeriegelt. (Bild: Screenshot/kameraOne)
Die Umgebung rund um den Unfallort wurde großräumig abgeriegelt.

Nach Angaben der Eisenbahngesellschaft Srbija Kargo setzte sich der Zug aus 20 Tankwagen zusammen, in denen giftige Fracht aus dem Nachbarland Bulgarien transportiert wurde. Demnach entgleiste der Zug „außerhalb der Wohngebiete“ der 60.000-Einwohner-Stadt. Sicherheitshalber sei rund um den Unfallort ein vier Kilometer breiter Sperrkreis eingerichtet worden.

„Konzentration immer noch hoch“
„Die Ammoniumkonzentration an der Absturzstelle ist immer noch hoch“, betonte der serbische Verkehrsminister Goran Vesic vor Journalisten. „Die Situation ist unter Kontrolle, aber bis das alles geklärt ist, müssen wir vorsichtig bleiben.“

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