Mikrometeorit-Treffer?

Leck an ISS: „Sojus“-Kapsel verliert Kühlmittel

Wissenschaft
16.12.2022 14:11

Wegen eines Kühlmittellecks an einer russischen „Sojus“-Kapsel, die an der Internationalen Raumstation ISS angekoppelt ist, musste am Donnerstag ein Weltraumspaziergang von zwei russischen Kosmonauten abgesagt werden. Verursacht wurde das Leck (siehe Video oben) möglicherweise durch den Einschlag eines Mikrometeoriten.

Vor dem Öffnen der Ausstiegsluke sei aus zunächst ungeklärter Ursache ein Warnsignal angegangen, hatte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Donnerstagmorgen mitgeteilt. Ihr amerikanisches Pendant, die NASA, sprach auf Twitter von einem Kühlmittelleck an der russischen „Sojus“-Kapsel - gab aber zugleich Entwarnung.

ISS-Außeneinsatz wurde abgesagt
„Der heutige Weltraumspaziergang mit den Kosmonauten Sergei Prokopjew und Dmitri Petelin wird abgesagt, da das Kontrollzentrum erst die Auswirkungen eines Kühlmittellecks bewerten müsse, das auf dem Raumschiff ,Sojus MS-22‘ (siehe Grafik im Tweet oben) zu sehen ist. Die Raumstation ist in gutem Zustand und die Crew der Expedition 68 in Sicherheit“, postete die NASA.

Wegen eines Kühlmittellecks an einer „Sojus“-Kapsel, die an der Internationalen Raumstation ISS angekoppelt ist, musste am Donnerstag ein Weltraumspaziergang zweier russischer Kosmonauten abgesagt werden. (Bild: AFP/NASA)
Wegen eines Kühlmittellecks an einer „Sojus“-Kapsel, die an der Internationalen Raumstation ISS angekoppelt ist, musste am Donnerstag ein Weltraumspaziergang zweier russischer Kosmonauten abgesagt werden.

Prokopjew und Petelin hätten den Außenpostern der Menschheit im Weltall eigentlich in den frühen Morgenstunden für Arbeiten im Außenbereich der ISS verlassen sollen. Roskosmos kündigte umgehend eine Untersuchung des Vorfalls an.

Zusammenarbeit trotz Ukraine-Krieg
Die NASA und Roskosmos arbeiten ungeachtet des Ukraine-Krieges vorerst weiter zusammen. Prokopjew und Petelin waren im September gemeinsam mit dem NASA-Astronauten Frank Rubio in der Sojus-Kapsel zur ISS geflogen.

Neben ihnen sind derzeit auch US-Astronautin Nicole Aunapu Mann, ihr Kollege Josh Cassada, der japanische Astronaut Koichi Wakata sowie die Kosmonautin Anna Kikina an Bord der Raumstation in rund 400 Kilometern über der Erde.

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