Jung und Alt setzten Mittwochabend in der Stadt Salzburg ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Judenverfolgung.
Die Kerzen am steinernen Boden erleuchten schwach die Gesichter all jener, die sich Mittwochabend am Alten Markt in der Salzburger Altstadt versammelt haben. Sie gedenken der Juden, die in Salzburg in der Nacht von 9. auf 10. November 1938 verfolgt und ermordet wurden. Unter den Besuchern findet sich auch eine Handvoll Schüler der Rudolf-Steiner-Schule. Mit Liedern und Texten erinnern sie an die jüdischen Familien Schwarz und Jellinek, die 1938 aus Salzburg vertrieben wurden.
Der Rechtsruck in Europa macht uns Sorgen. Man muss nur nach Ungarn, Italien oder in die Ukraine zu schauen.
Gudrun Haslauer gehört zum Verein „Omas gegen Rechts“
„Es gibt aber leider immer noch Schüler, die nicht wissen, was damals passiert ist“, sagt Gudrun Haslauer vom Verein „Omas gegen Rechts“. Gemeinsam mit weiteren Pensionisten hielt sie Mittwochabend am Marko-Feingold-Steg (ehemals Makartsteg) eine stille Mahnwache.
„Marko Feingold ist ein Vorbild. Er hat sich gegen Ausgrenzung und Antisemitismus eingesetzt. Und das tun wir auch“, sagt Haslauer.
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