Mitte Oktober beauftragte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig den Wiener Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke mit der Einsetzung eines Expertengremiums. Das Ziel: die neuen Entwicklungen am Energiemarkt und die Versorgung der Stadt genauer verfolgen. Am Donnerstag ist es nun zum ersten Treffen des neu einberufenen Gremiums gekommen.
Das Expertengremium steht unter der Leitung von Stadtrat Peter Hanke. Die Treffen sollen einmal im Monat tagen, sollte es notwendig sein, auch öfter. Neben der Geschäftsgruppe Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke, sind unter anderem auch die Stadtbaudirektion, die Wiener Stadtwerke inklusive Wien Energie und Wiener Netze vertreten. Aber auch die Wiener Berufsfeuerwehr und Wiener Berufsrettung.
Turbulenzen sind möglich
„Die Sicherheit der Energieversorgung für alle Wienerinnen und Wiener hat für mich oberste Priorität. Die vorliegenden Szenarien zeichnen ein optimistisches Bild. Dennoch muss mit ungeplanten Turbulenzen gerechnet werden. Dafür bereiten wir uns mit dem neu eingesetzten ExpertInnengremium vor. Dessen Expertise ist Basis für politische Entscheidungen der Stadt Wien“, erklärte Hanke gegenüber der „Krone“.
Die Sicherheit der Energieversorgung für alle Wienerinnen und Wiener hat für mich oberste Priorität.
Peter Hanke, Wirtschaftsstadtrat
Inhalt der Gespräche soll beispielsweise die Gasversorgungslage in Österreich sein. Demnach soll Österreich auch bei einem Importstopp aus Russland und einem kalten Winter mit den Gasreserven auskommen können. Dabei sind jedoch mögliche Aspekte, wie zum Beispiel Solidaritätsverpflichtungen gegenüber anderen Staaten, noch nicht berücksichtigt.
Eigenes Szenarienmodell erarbeitet
In einem eigens erarbeiteten Szenarienmodell soll die Lage verschiedenster Entwicklungen und ihre Auswirkung auf die Gasversorgungssicherheit in Wien zeitnah eingeschätzt werden. In diese Berechnungen müssen natürlich auch die Maßnahmenpläne des Bundes einfließen.
Forderung an den Bund
Daher fordert Hanke Antworten vom Bund: „Auch wenn eine Diversifizierung des Gasbezuges bereits vorgenommen wurde, brauchen die Länder genaue Angaben darüber, was im Falle einer möglichen Mangelversorgung konkret geschieht. Der Stufenplan des Bundes ist auch Maßgabe für die Länder.“








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