4 Mrd. Euro, 6000 Tote

Acht Tempel sind bereit für großes WM-Spektakel

Fußball International
30.10.2022 06:39

In genau drei Wochen geht’s in Katar los! Die WM-Stadien verursachten Kosten von rund vier Milliarden Euro. Sieben Arenen wurden zur Gänze neu errichtet. Überschattet wurde der Bau der Arenen von den kolportierten 6000 Todesfällen unter den Arbeitern. Das Lusail-Stadium steht mit zehn Matches - darunter dem Finale - im Blickpunkt.

Der ursprüngliche Plan mit zwölf Arenen wurde im Zuge von Diskussionen um die Nachhaltigkeit verworfen. Die 22. WM geht in acht Stadien über die Bühne, sie stehen in einem Radius von rund 50 Kilometern rund um die Hauptstadt Doha. Die Investitionen sollen rund vier Milliarden Euro betragen.

  • Lusail Stadium. In der größten Arena (80.000 Plätze) steigen zehn der 64 Partien, darunter das Finale am 18. Dezember. Blickfang ist die goldene Fassade, 42.000 dreieckige Aluminiumplatten sorgen zudem für spezielle Lichteffekte.
  • Al Bayt Stadium. Liegt inmitten der Wüste, 50 Kilometer von Doha. Das Design ist einem Beduinen-Zelt nachempfunden. Das Dach der 60.000er Arena ist in 20 Minuten verschließbar. Neun Spiele steigen hier, darunter die Eröffnungspartie.
  • Al Janoub Stadium. Sieht aus wie eine riesige Muschel, mit verschließbarem Dach. Der in der Nähe gezüchtete Rasen wurde in 24 Stunden im Stadion (40.000 Plätze, sieben Spiele) verlegt.
  • 976 Stadium. Die außergewöhnlichste, aus Schiffscontainern zusammengesetzte Arena ist die einzige bei der WM ohne Klimaanlage. Für 40.000 Zuschauer, wird sieben Partien beherbergen.
  • Khalifa International Stadium. Das einzige Stadion, das nicht neu errichtet, bloß renoviert werden musste. Die Kapazität wurde für die acht Matches von 28.000 auf 45.000 Plätze erhöht.
  • Ahmed Bin Ali Stadium. 2003 eröffnet, wurde nach dem Abriss 2014 für die WM neu gebaut. Sieben Partien vor je 40.000 Fans.
  • Education City Stadium. Ähnelt im Design einem gezackten Diamanten. 45.000 Plätze, acht Matches. Spitzname „Juwel der Wüste“.
  • Al Thumama Stadium. Erinnert optisch an die Ghafiya, eine klassische Kopfbedeckung im Nahen Osten. 40.000 Plätze, acht Spiele.

Überschattet wurde der Bau der Arenen von den kolportierten 6000 Todesfällen unter den Arbeitern, die Themen Nachhaltigkeit und CO2-Emissionen sorgen ebenfalls für immer wiederkehrende Diskussionen. Die Wüsten-WM führt allen im gesteigerten Maße eines vor Augen - Geld regiert die Fußballwelt.

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