Vor 17 Tagen in der Liga 5:0 (allerdings auf dem Tivoli), am Dienstag 4:1 - egal, wie tief Rapid in der Krise steckt, Wattens kommt für Grün-Weiß immer zum richtigen Zeitpunkt: Sieg Nummer acht in Folge. Gleichzeitig der erste in der dritten (interimistischen?) Trainer-Ära von Zoki Barisic bei den Hütteldorfern. „Jetzt sind wir im Cup mittendrin statt nur dabei“, freute sich Barisic über den Viertelfinal-Einzug. „Das ist das Einzige, was zählt. Und das tut uns jetzt sehr, sehr gut.“
Auch wenn von einem Trainereffekt lange nichts zu sehen war. „Wie auch? Nach nur 48 Stunden“, so Stürmer Guido Burgstaller. „Man konnte keinen Leckerbissen erwarten. Aber es war ein kleiner Schritt.“
Weil Barisic bei seinen Wechseln ein goldenes Händchen bewies, mit Kerschbaum, Druijf und Zimmermann drei Joker trafen. „Die frische Energie von der Bank hatten wir angesprochen“, so Barisic. „Wir haben gute Jungs, die dem Spiel den Stempel aufdrücken können.“
„Unruhe abschütteln“
Gestern mit Glück, viel Bauchweh. Vor allem vor der Pause. „Viel zu kompliziert“, analysierte Barisic Rapids Krampf nach dem frühen 1:0. „Diese innere Unruhe müssen wir endlich abschütteln.“ Das bestätigte auch Burgstaller: „Man hat die Verunsicherung der letzten Wochen gemerkt.“ Das sah auch Zokis Assistent Steffen Hofmann von oben von einem Kamera-Podest, diskutierte dann zur Halbzeit mit Barisic.
Und wenn Sabitzer beim Stand von 1:1 den äußerst fragwürdigen Elfer nicht über die Latte gejagt hätte, dann … „Wir hatten auch das nötige Glück“, gab Barisic zu. Letztlich egal. Für den 52-Jährigen war es der 80. Sieg im 159. Spiel als Rapids Cheftrainer.
Der - wie schon beim 5:0 auf dem Tivoli - viel zu hoch ausfiel. Aber Rapid überwintert im Cup, muss die Chaos-Saison noch nicht abschreiben. „Nach dem 2:1 hat man gesehen, dass wir es können“, war Barisic zufrieden. Zurecht. Auch wenn noch sehr viel Arbeit wartet. Samstag geht es gegen Klagenfurt um den nächsten vermeintlichen Pflichtsieg.
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