Derby in Graz

Rot oder Schwarz: Die Geheimnisse der Legenden

Steiermark
30.09.2022 20:39

Mit dem Duell in der Zweiten Liga zwischen dem GAK und Sturm II am Samstag beginnen die Derbywochen in der Steiermark. Vor dem großen Cup-Schlager am 19. Oktober plauderte die „Steirerkrone“ mit zwei Ikonen des jeweiligen Traditionsklubs. „Der schwarze Mario“ Haas gegen „den roten Werner“ Gregoritsch. Das ein oder andere Schmankerl ist da natürlich dabei.

Was Rotes kommt puncto Mode bei ihm gar nicht infrage. „Das einzig Rote, was ich getragen hab, war das Trikot vom Nationalteam“, grinst Mario Haas. Das hat mir schon mein Jugendleiter bei Sturm, der Burschi Jarc, eingeimpft. In unserer Kabine sind früher rote Schuhe, wenn die jemand getragen hat, einfach verschwunden.“

Auch Haas spürt es, das Kribbeln. „Es liegt in Graz was in der Luft. Mich haben sicher 100 Leute wegen Derbykarten angerufen. Schön, dass das die jüngere Generation auch einmal erlebt.“ Erlebt hat der Bomber viele Derbys. „Im bislang letzten Spiel 2007 hab ich getroffen. Auch das Eröffnungsspiel im Stadion war cool.“ Auch die ein oder andere Niederlage sticht noch. „Als Pamic beim GAK war, ist es schwer für uns gewesen. Der hat nie getroffen, nur gegen uns!“ Im Freundeskreis wird Mario gern „gehäkelt“. „GAK-Freunde hab ich genug. Man muss sie akzeptieren (lacht). Nach Sturms Feyenoord-Match (Anm.: 0:6) sind sie aber alle dahergekommen.“

Sehen Sie einige Impressionen aus der Sturm-Karriere des Mario Haas:

Die aufgeheizte Stimmung (speziell nach Benennung der Osim-Straße) macht Haas nachdenklich. „Ein Ivica-Osim-Platz hätte wohl gereicht. Man sollte Ruhe in die Sache bringen, das gilt für beide Richtungen. Und das Derby soll ein sportliches Spektakel werden. Hass, Gewalt oder dergleichen braucht niemand!“

Gregerl fast ein Schwarzer
Das betont auch Werner Gregoritsch, der viele Derby-Schlachten als Spieler und Trainer miterlebt hat. „Ich bin selbst ein Emotionsmensch. Auch wenn es das erste Duell seit Langem ist - es geht um Fußball und Spaß“, hofft „Gregerl“ auf ein friedliches Highlight. „Die Vernunft muss siegen.“

Die Spiele gegen den Lokalrivalen waren für die GAK-Legende stets das Salz in der Suppe. „Ich habe vor Sturm immer Respekt gehabt, aber Siege gegen die Schwarzen waren das Schönste. Ein Fanatiker war ich aber nie, mit Bakota und Breber bin ich oft Essen gegangen.“

Sehen Sie einige Imnpressionen aus der GAK-Karriere des Werner Gregoritsch: 

Fast wäre der U21-Teamchef sogar ein Schwarzer geworden. „Heinz Schilcher war ein guter Freund, er und Ivica Osim wollten mich als Co-Trainer holen. Alles war praktisch schon fix, doch dann hat es nicht sollen sein“, schmunzelt Gregoritsch, der mit einer Legende aufräumt: „Eine Sturm-Fahne habe ich nie verbrannt. Als wir 2001 mit einem Sieg in Salzburg Sturm noch überholt haben und Dritter geworden sind, haben wir ordentlich gefeiert. Nach der Ankunft in Graz haben unsere Fans noch eine Party organisiert. Da ist mir dann die durchgestrichene Sturm-Fahne in die Hand gedrückt worden.“

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