Datenschutz

Österreicher haben nur wenig Vertrauen in Big Tech

Web
22.09.2022 11:00

Facebook, Google oder Netflix sind zwar mittlerweile wichtiger Bestandteil unseres Alltags, genießen aber nur wenig Vertrauen in Sachen Privatsphäre, Datenschutz und Sicherheit. Das ist das Ergebnis der aktuellen „Trust in Tech Survey“ von PwC Österreich, bei der 500 Österreicher und Österreicherinnen zu ihren Sorgen, Interessen und ihrem Vertrauen gegenüber großen Tech-Unternehmen befragt wurden.

59 Prozent der Österreicher zeigen sich demnach in Hinblick auf dem Umgang mit ihren Daten von nationalen und internationalen Konzernen besorgt. Vor allem globalen Tech-Konzernen stehen die Österreicher tendenziell kritischer gegenüber. So geben beispielsweise nur zwölf Prozent an, den Meta-Plattformen Facebook, Instagram und WhatsApp zu vertrauen.

Noch am ehesten vertrauen die Österreicher in den Datenschutz des heimischen Rechtssystems. 59 Prozent der Befragten geben an, dass die österreichische Justiz in Bezug auf Datenschutz bzw. die Sammlung und Verwertung von personenbezogenen Daten vertrauenswürdig bzw. sehr vertrauenswürdig ist; gefolgt vom Gesundheitswesen (57 Prozent) und der öffentlichen Verwaltung (45 Prozent).

Tendenziell weniger vertrauenswürdig schneiden die Telekommunikationsindustrie (23 Prozent), die Medienbranche (12 Prozent) und die Krypto-Branche (11 Prozent) ab. Die IT-Branche liegt dabei im Mittelfeld. Doch vor allem die jüngeren Generationen stehen den Tech-Unternehmen optimistischer gegenüber: Während nur 20 Prozent der 60- bis 75-Jährigen Vertrauen in die Branche bei der Sammlung und Verwertung ihrer Daten äußern, tun dies mit 44 Prozent doppelt so viele der 14 bis 29-Jährigen.

Chance für lokale Lösungen
„Datenleaks, Cyberangriffe und vor allem unzureichender Datenschutz haben in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass das Vertrauen in Österreich gegenüber großen internationalen Tech-Konzernen sinkt. Die Digitalisierung bietet somit gerade heimischen Unternehmen die Chance, eigene lokale Lösungen und Angebote auf dem Markt zu etablieren. Diesen Vertrauensvorschuss müssen sie sich zunutze machen und gleichzeitig das enorme Potenzial der Digitalisierung erkennen und voll ausschöpfen“, erläuterte Andreas Hladky von PwC Österreich.

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