Krise hat NÖ im Griff

ÖVP-Landesräte fordern mehr Hilfen für Betriebe

Die ÖVP-Landesräte Martin Eichtinger und Jochen Danninger drängen auf mehr Unterstützungsmaßnahmen für die heimischen Betriebe. Denn die Verzweiflung bei den Unternehmern im Land sei groß. Die Bundesregierung müsse jetzt handeln, heißt es.

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Die große Ankündigung von Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher, die Lohnnebenkosten zu senken, kann laut Arbeitsmarkt-Landesrat Martin Eichtinger und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger nur ein „erster, kleiner Schritt“ sein. Gemeinsam fordern sie von dem von der eigenen Partei installierten Minister weitere Hilfsmaßnahmen. Kocher wurde zwar von der ÖVP als Arbeits- und Wirtschaftsminister bestellt, jedoch ist er kein Mitglied der Volkspartei. 

Obwohl den Haushalten in Niederösterreich durch den Strompreisrabatt des Landes und der Strompreisbremse des Bundes rasch geholfen wurde, sei für die Niederösterreicher weiterhin ein sicherer Arbeitsplatz das wichtigste. Diese Arbeitsplätze lassen sich allerdings nur sichern, wenn heimische Betriebe während der derzeit herrschenden Krise unterstützt werden, so die beiden ÖVP-Landesräte. Eine deutlich größere Entlastungsschrift für die niederösterreichische Wirtschaft wird gefordert:

Zitat Icon

Nur mit Instrumenten, die die Belastung durch die Energiekosten für die Unternehmer wirkungsvoll dämpfen, können wir Tausende Arbeitsplätze in den nächsten Monaten erhalten und eine drohende Insolvenzwelle abfedern.

ÖVP-Landesräte Martin Eichtinger und Jochen Danninger

Diese Instrumente müssten rasch installiert werden, Hilfszahlungen sollten möglichst schnell auf den Konten der Betriebe ankommen und jedenfalls heuer und im Jahr 2023 gelten, lautet außerdem die Forderung. 

Pure Verzweiflung bei Unternehmern
Die Krise würde nicht mehr nur energieintensive Branchen treffen, sie ziehe sich durch die gesamte Wirtschaft. „Tausende Unternehmerinnen und Unternehmer überlegen Tag für Tag, ob sie angesichts der extrem hohen Energiekosten ihren Backofen noch in Betrieb nehmen, ihr Wirtshaus aufsperren oder ihre Produktion weiter am Laufen halten sollten“, sagt Landesrat Jochen Danninger. Die Unternehmer im Land seien völlig verzweifelt:

Zitat Icon

Alle Unternehmer stehen mit dem Rücken zur Wand, weil die Energiekosten die Aufbauarbeit von Generationen zunichtemachen könnten. Die Bundesregierung muss jetzt endlich liefern.

Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger

Es sei in Zukunft mit deutlich höheren Ausgaben, wie zum Beispiel Arbeitslosengelder und Mindestsicherungszahlungen, zu rechnen, sofern die Bundesregierung nicht jetzt in Wirtschaftshilfen investiere. Eine nachhaltigere Option wäre es, wenn mittels solcher staatlichen Hilfen Arbeitsplätze gerettet werden und die Betriebe nach der Krise wieder durchstarten könnten. Ob solche Wirtschaftshilfen allerdings greifen, hänge davon ab, wann sie kommen. „Die Betriebe brauchen jetzt die Unterstützung der Bundesregierung“, fordert Landesrat Martin Eichtinger. 

 Niederösterreich-Krone
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