Auch zwei Tage nach dem mutmaßlichen Mord an einem 34-Jährigen in Graz sind die genauen Umstände nicht geklärt. Der 62-jährige Tatverdächtige hat sein Schweigen zwar gebrochen und ist geständig, seine Angaben sind laut Polizei aber unklar. Dass es beim Streit um eine 33-jährige Frau gegangen ist, scheint aber sehr wahrscheinlich. Und der Konflikt dürfte nicht erst am Freitag ausgebrochen sein.
Von einem „komplexen Beziehungskonstrukt“ zwischen den drei Protagonisten spricht die Polizei. Da ist zum einen der 62-jährige Tatverdächtige, der in einer Lebenspartnerschaft mit einer 33-jährigen Frau war. In deren Wohnung in der Grazer Vinenzgasse lebte aber auch das spätere 34-jährige Opfer. Ob er mit der Frau ein Verhältnis hatte, ist noch unklar.
„Massive Spannungen“ zwischen den beiden Männern
Eifersucht ist aber das wahrscheinlichste Motiv für den Streit zwischen den beiden Männern. Zwischen ihnen dürfte es „massive Spannungen“ gegeben haben. Am Freitag begann der Streit schon auf der Straße und setzte sich in der Wohnung fort - in Anwesenheit der 33-Jährigen. Dabei dürfte die Auseinandersetzung völlig eskaliert sein, der 62-Jährige stach mit einem Küchenmesser in den Hals des 34-Jährigen.
Ein Nachbar alarmierte die Rettungskräfte und leistete auch Erste Hilfe. Doch das Opfer verstarb noch am Tatort. Der Tatverdächtige wurde in einem Nebenzimmer festgenommen.
Verdächtiger ist geständig
Zunächst verweigerte er die Aussage, mittlerweile hat er sein Schweigen gebrochen, gibt aber keine genauen Angaben zum Motiv und Tathergang. Er ist aber grundsätzlich geständig und wird am Sonntag in die Justizanstalt Graz-Jakomini überstellt.








Kommentare
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).