Die Energiekrise macht burgenländische Gemeinden erfinderisch: Neudörfl nützt die wertvolle Restwärme von FunderMax. Der Fokus liegt auf der Versorgungssicherheit der Haushalte.
Das Unternehmen FunderMax erzeugt an seinem Standort in Neudörfl Spanplatten. Schon seit 10 Jahren wird die Restwärme, die bei der Produktion übrigbleibt, verwendet, um die öffentlichen Gebäude des Ortes zu beheizen. Dazu gehören neben dem Gemeindeamt und der Mittelschule etwa auch das Altersheim.
Wärme ist begehrt
Damals wirkte diese Idee bestenfalls idealistisch, denn Fernwärme und Gas kosteten in etwa dasselbe. Heute sieht die Sache anders aus: Wärme ist ebenso wie Strom und Gas ein überaus begehrter „Rohstoff“. Aus diesem Grund sicherte sich Bürgermeister Posch jetzt die Fernwärme von FunderMax mit einem Letter of Intent, also einer Absichtserklärung.
Anstatt die überschüssige Wärme an einen Energiekonzern zu verkaufen, ist sie für die Versorgung der Neudörfler Haushalte quasi reserviert. „Mein Fokus ist die Versorgungssicherheit“, so Posch. „Die bei uns entstehenden Kapazitäten werden nicht weiterverkauft, solange Neudörfl nicht versorgt ist.“ Die Fernwärme wäre jedenfalls ausreichend , um alle Haushalte des Ortes zu versorgen. CO2-frei ist sie obendrein.
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