Jahrhundertprojekt

Hochwasserschutz: Nach 50 Jahren fertiggestellt

Wien
15.07.2022 16:00

Mit dem Bau der Donauinsel nahm die Hochwasservorsorge in Wien ihren Anfang. Nun wurde das Jahrhundertprojekt finalisiert.

Die letzte große Flut brach 2013 über Wien herein. Teile der Donauinsel wurden damals überflutet. Dank des Hochwasserschutzes blieben große Schäden aus. Nun wurden nach Vereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern Niederösterreich, Oberösterreich und Wien die Maßnahmen zum Donauhochwasserschutz am linken Donauufer bis zur Staatsgrenze fertiggestellt, die mit dem Bau der Donauinsel ab 1972 begonnen wurden.

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50 Jahre nach Baubeginn der Donauinsel wurde mit dem Projekt an der Überströmstrecke Stopfenreuth und am Witzelsdorfer Rückstaudamm in Niederösterreich nun das Jahrhundertprojekt Donauhochwasserschutz für Wien finalisiert.

Stadträtin Ulli Sima (SPÖ)

„50 Jahre nach Baubeginn der Donauinsel wurde mit dem Projekt an der Überströmstrecke Stopfenreuth und am Witzelsdorfer Rückstaudamm in Niederösterreich nun das Jahrhundertprojekt Donauhochwasserschutz für Wien finalisiert“, freut sich die für den Hochwasserschutz zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) im Rahmen der Schlusssteinlegung am Freitag. Der Hochwasserschutz wurde für eine Durchlaufkapazität von bis zu 14.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde errichtet, was in etwa dem größten jemals in Mitteleuropa gemessenen Hochwasser von 1501 bzw. einem Ereignis entspricht, das statistisch gesehen nur einmal in Tausenden Jahren vorkommt.

„Wie vorausschauend dieses Jahrhundertprojekt war, zeigte sich allein bei den extremen Hochwasserereignissen 2002 und 2013, die Wien praktisch unbeschadet überstanden hat. Mit dem laufenden Ausbau und der Erneuerung von Hochwasserschutzdämmen ist der hochwertige Hochwasserschutz auch für die Zukunft in Wien und von Wien flussabwärts gesichert“, so Sima. Im Abschlussprojekt haben die Wiener Gewässer die bestehende Überströmstrecke auf einer Länge von rund 2,4 Kilometern auf der Dammkrone angepasst und landseitig befestigt.

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 108 Millionen Euro und wurden zur Hälfte vom Bund unterstützt.

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