Bezahlung ab 3400 Euro

Russland ruft per Video Freiwillige zum Krieg auf

Ausland
13.07.2022 20:18

Um Russlands Truppen im Krieg in der Ukraine zu verstärken, ruft die Stadt Konakowo jetzt Freiwillige zum Kampf auf. Die Verträge sollen mindestens drei Monate laufen, die Bezahlung beträgt zwischen 200.000 und 400.000 Rubel (umgerechnet 3400 bis 6800 Euro).

Für welchen Zeitraum das Geld ausbezahlt werden soll, sagte der Militärkommissar von Konakowo, Juri Negowora, jedoch nicht. Notwendig für den Einsatz seien eine gute Gesundheit und der Wunsch, dem Land zu dienen. Die Stadt, die rund 120 Kilometer nordwestlich von Moskau liegt, veröffentlichte den Aufruf auf ihrer Internetseite.

Mangel an Soldaten?
In sozialen Netzwerken in der Ukraine machten sich Menschen bereits über den Auftritt des greisen Mannes in Uniform lustig. So weit sei es schon mit dem Einsatz der Russen, dass solche Aufrufe nötig seien, hieß es. Tatsächlich gibt es Berichte aus Russland, dass sich immer wieder Sicherheitspersonal gegen den Kampf in der Ukraine wehrt. In der Pazifikregion Primorje hatte der Gouverneur Oleg Koschemjako angekündigt, ein Freiwilligen-Bataillon zu gründen.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow begrüßte die Initiative, die „höchste Wertschätzung“ verdiene. Er hoffe nur, dass der Gouverneur selbst weiter seine Arbeit mache und nicht in den Kampf ziehe. Zu einer entsprechenden Gruppe in Moskau sei ihm nichts bekannt.

Da der russische Präsident Wladimir Putin laut Berichten nicht ausreichend Personal für den Krieg hat, wird im Land auch über eine mögliche Generalmobilmachung spekuliert. Laut dem Kreml ist das allerdings nicht geplant.

Verhandlung ist nicht in Sicht
Eine Verhandlungslösung mit der Ukraine ist genauso wenig in Sicht. Westliche Militärexperten sowie Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen fordern daher immer wieder die Lieferung von Waffen an die Ukraine, damit das Land einen „Diktatfrieden“ abwendet. Sollte die Ukraine dem russischen Angriff unterliegen, sei damit zu rechnen, dass Moskau weitere Kriege plane, heißt es etwa in einem aktuellen Gastbeitrag in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Gegenstimmen meinen, dass die Lieferung von Waffen den Krieg verlängere und damit auch Zivilpersonen angegriffen werden könnten.

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