Soziale Medien

„Meinung kann schnell in Verschwörung umschlagen“

Medien
12.07.2022 08:02

Etablierte Medien haben ihr einstiges Informationsmonopol schon lange verloren - immer mehr Menschen frequentieren soziale Medien und finden oftmals radikale Antworten auf TikTok, Facebook & Co. „Hier entsteht phasenweise ein Paralleluniversum, wo Meinungen schnell in Verschwörungstheorien umschlagen können“, so der renommierte Philosoph Konrad Paul Liessmann in „Nachgefragt“ mit Gerhard Koller.

(Bild: kmm)

Der Trennstrich zwischen realistischen Minderheitenmeinungen und Fake News sei oft nur schwer zu finden, da laut dem Philosophen in klassischen Medien oft Mainstream-Meinungen abgebildet und Minderheitsmeinungen teils vernachlässigt würden. Im Fall der Corona-Impfung seien zwar alle Meinungen recht breit diskutiert worden, im Fall des Ukraine-Kriegs sei hierzulande aber zumeist nur die westliche Sicht der Dinge kommuniziert - und russische Sichtweisen ausgeblendet worden. Liessmann wäre es „lieber gewesen, wenn wir im Westen die Freiheit der Meinung auch in diesem Fall respektieren würden“.

Die Streitkultur ziele heutzutage hauptsächlich darauf ab, die gegnerische Meinung verächtlich zu machen, konstruktive Dialoge seien selten geworden. Was große Gefahren nach sich ziehe, denn Kompromisse könnten so kaum gefunden werden. Viele weitere philosophische Ansätze zur Meinungskultur der Gegenwart sehen Sie im Video oben.

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