Für neue Einheiten
Russische Truppen brauchen wohl eine Pause
Bevor die russischen Truppen neue Angriffe im ukrainischen Gebiet Donezk starten, brauchen sie wahrscheinlich eine Pause. Diese sei nötig, um Einheiten neu aufzustellen, sagte das britische Verteidigungsministerium am Freitag. Das russische Militär versucht laut dessen Einschätzung, auf Slawjansk und Kramatorsk vorzurücken.
Nachdem russische Truppen die Region Luhansk im Osten weitgehend erobert haben, rechnet das britische Verteidigungsministerium nun mit einer Umgruppierung. Moskau halte an seinem Ziel fest, den gesamten Donbass zu erobern. Zunächst würden die Städte Siwersk, Slawjansk und Kramatorsk folgen.
Rückzug aus Südukraine unwahrscheinlich
Darüber hinaus sei ein Rückzug aus der Südukraine unwahrscheinlich, sagte der russische Botschafter Andrej Kelin in London. Die Ukraine werde sich früher oder später entscheiden müssen, ob sie einem Friedensabkommen mit Russland zustimme oder die Kämpfe bis zum Zusammenbruch fortsetze. Derzeit zeigen sowohl der russische Präsident Wladimir Putin als auch der ukrainische Wolodymyr Selenskyj Entschlossenheit, den Krieg fortzuführen.
„Jeder sollte wissen, dass wir im Großen und Ganzen noch nicht richtig losgelegt haben“, sagte Putin erst am Donnerstag in einer Rede vor Abgeordneten. Je länger die Invasion dauere, desto schwieriger werde es auch, mit dem Kreml zu verhandeln.
Jeder sollte wissen, dass wir im Großen und Ganzen noch nicht richtig losgelegt haben.
Wladimir Putin, Präsident Russlands
Selenskyj sagte Donnerstagnacht wiederum, dass das Hissen der ukrainischen Flagge auf der Schlangeninsel im Schwarzen Meer dafür stehe, dass das Land noch nicht gebrochen sei. Am heutigen Freitag zeigte er sich - in einer Liveschaltung an das slowenische Parlament außerdem überzeugt davon, dass die Ukraine ihre Unabhängigkeit und territoriale Integrität zurückgewinnen und erhalten werde.
Keine 200 Panzer für Truppen
In der Vergangenheit hat Selenskyj nicht nur vor einigen weiteren Parlamenten gesprochen, sondern auch immer wieder Waffen für sein Land gefordert. Die deutsche Regierung beschloss jetzt, dass keine 200 Transportpanzer vom Typ Fuchs geliefert werden, wie die CDU und CSU beantragt hatten. „Wir unterstützen die Ukraine mit allem, was möglich und verantwortbar ist. Aber wir müssen die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands gewährleisten“, sagte die deutsche Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) dazu.

















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